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Vor 70 Jahren flüchteten die Trakehner Pferde

17.10.2014

Im September 1944 gab Gauleiter Koch die Genehmigung, die Hauptbeschäler und die besten hochtragenden Stuten in westliche Evakuierungsorte zu verbringen, Nach Graditz gelangten dabei 29 Zuchtstuten, 12 Hengste und zahlreiche Jungpferde, darunter der berühmte Deckhengst Pythagoras. Am 17. 10. 1944 trieb man aufgrund des erst jetzt erlassenen Räumungsbefehls einen Rest von 668 Pferden in zahlreichen Gruppen durch das brennende Gumbinnen nach dem 60 km entfernten Georgenburg. Von dort verlud man 397 Zuchtpferde, darunter 217 Mutterstuten, per Eisenbahn nach Orten im Westen. Aber nur 2 Hauptbeschäler, 28 Mutterstuten und 6 Fohlen gelangten mit Sondergenehmigung eines englischen Generals vom Remonteamt Perlin/Mecklenburg in die Bundesrepublik nach Ratzeburg. Außerdem fanden sich 700 ostpreußische Mutterstuten und jene 80 Beschäler an, die vornehmlich der frühere Georgenburger Landstallmeister Martin Herling gerettet hatte. Der Hauptteil der Trakehner Fluchtpferde wurde als Beutegut beschlagnahmt. Die Briten lieferten insgesamt 1.143 der wertvollen Pferde an die Sowjets aus, die ihnen in Kirow eine neue Heimat gaben, die meisten jedoch verkauften.

 
 
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