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Erinnerung an den Kunsthistoriker Georg Dehio aus Riga

19.03.2017

Georg Dehio (22. 11. 1850 – 19. 3. 1932) wurde in Reval geboren. Er studierte Geschichte in Dorpat und Göttingen, promovierte 1872 und habilitierte sich in München 1877. Prägend für seine wissenschaftliche Arbeit wurde eine Italienreise 1876. Beeindruckt von der Fülle von Kunstschätzen wandte er sich dadurch der Kunstgeschichte zu. Weitere Eindrücke sammelte er auf vielen Reisen durch Frankreich, nach England, Spanien, Italien und Palästina sowie durch die verschiedenen Gegenden Deutschlands. Von 1883 bis 1892 lehrte er Kunstgeschichte an der Universität in Königsberg und an der dortigen Kunstakademie. Nach seiner Königsberger Zeit nahm er einen Ruf an die Universität Straßburg an, wo er 1913 emeritierte. Als das Elsaß wieder französisch wurde, siedelte er nach Tübingen um.

Auf Anregung Dehios beschloss der 1900 in Dresden abgehaltene Tag für Denkmalpflege, ein Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler zu veröffentlichen. Der erste Band kam im September 1905 heraus. Seit 1929 erscheint der Dehio im Deutschen Kunstverlag. Auch heute gibt es in größeren Zeitabständen Neuerscheinungen. In Österreich wird der Dehio seit 1933 vom Bundesdenkmalamt herausgegeben.

 
 
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