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Kurfürst Friedrich III. von Hohenzollern wurde vor 360 Jahren geboren

11.07.2017

Kurfürst Friedrich III. wurde am 11. 7. 1657 im Schloß von Königsberg als Sohn von Luise Henriette und dem Großen Kurfürsten geboren und hier krönte er sich am 18. 1. 1701 selbst als Friedrich I. zum König in Preußen. Er entwickelte eine rege Bautätigkeit, um mit prächtigen repräsentativen Bauten seinen Anspruch auf Ebenbürtigkeit mit den anderen europäischen Herrscherhäusern zum Ausdruck zu bringen. Das Berliner Schloss wurde unter Leitung von Andreas Schlüter aufwändig umgebaut, es entstanden Schloss Charlottenburg, Schloss Monbijou und weitere prächtige Adelspaläste, das Zeughaus, die beiden Dome auf dem Gendarmenmarkt, das Zeughaus. Parallel dazu schuf er, auch unter dem Einfluß seiner Frau Sophie Charlotte, kulturelle Institutionen, die bis in unsere Zeit große Bedeutung haben wie die Akademie der Künste, die Akademie der Wissenschaften, die Königliche Bibliothek, die Universität Halle.

Sein Streben nach der Königswürde kostete den Staat ein Vermögen. Mit zwei Millionen Dukaten für Kaiser Leopold I., 600.000 Dukaten für den deutschen Klerus, 20.000 Talern für den Jesuitenorden und die Bereitstellung von 8.000 Soldaten im Spanischen Erbfolgekrieg erkaufte er sich die Zusage, sich zum König zu krönen zu dürfen, aber nicht auf dem Gebiet des Deutschen Reiches, sondern in dem außerhalb des Reiches liegenden Herzogtum Preußen und nur als „König in Preußen“, nicht als König von Preußen. Auch die Krönungsfeierlichkeiten in Königsberg hatten ihren Preis. Die Kronjuwelen kosteten 180.000 Taler, die Diamantknöpfe am Krönungsmantel verschlangen je 1.000 Taler. Der große Rubin des Zepters als Korpus des preußischen Adlers war dagegen ein Geschenk Peters des Großen. Für die Bevölkerung gab es Ochsen am Spieß und die Königsberger Brunnen spendeten Wein.

Sein Sohn Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, musste einen scharfen Sparkurs fahren, um die von seinem Vater hinterlassenen Staatsschulden in Höhe von 20 Millionen Talern zu tilgen und sein Enkel Friedrich II., der Große, verachtete die Verschwendungssucht seines Großvaters. Dennoch schuf Friedrich als erster König in der Reihe der Hohenzollernherrscher den Ausgangspunkt dafür, dass seine Nachfolger darauf einen der mächtigsten Staaten des alten Europa aufbauen konnten, der das Rückgrat des vereinigten Deutschlands wurde.

 
 
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