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Vor 150 Jahren wurde der Königsberger Publizist, Theaterkritiker und Kunsthistoriker Ludwig Goldstein geboren

10.11.2017

Ludwig Goldstein (10. 11. 1867 – 12. 7. 1943), Publizist und Theaterkritiker, wurde in Königsberg als Sohn des jüdischen Schneidermeisters Bernhard Goldstein und seiner Frau Elisabeth, geb. Goldmann geboren. Er studierte Germanistik; Kunstgeschichte und Indologie an der Albertina, promovierte 1896 zum Dr. phil. und begann 1899 eine Tätigkeit bei der Hartungschen Zeitung. 1906 übernahm er die Leitung des Feuilletons, die er 1933 aufgeben musste. 1906 wurde er zum Vorsitzenden des von ihm 1901 mitbegründeten Königsberger Goethe-Bundes gewählt. In dieser Funktion, die er bis 1929 ausübte, bekam er Kontakte zu den herausragenden Literaten seiner Zeit, zu Thomas Mann, Gerhart Hauptmann, Arno Holz, Hermann Sudermann und vielen weiteren. Da er Halbjude war, fiel er unter den Bann der Nazis, verlor 1933 alle seine Ämter und lebte danach sehr zurückgezogen. Seit 1935 schrieb er seine Memoiren. Das Hauptexemplar, dem große Mengen von Bildmaterial beigefügt war, wurde der Königsberger Staats- und Universitätsbibliothek zur Aufbewahrung übergeben,. Seiner langjährigem Sekretärin und literarischen Testamentsvollstreckerin Meta Zilian gelang es, ein Exemplar zu retten, allerdings ohne Bilder. Es ist heute im Geheimen Staatsarchiv in Berlin verfügbar. Die Großnichte von Ludwig Goldstein, Monika Boes, Tochter eines Neffen, ist es zu verdanken, dass dieses Manuskript gedruckt werden konnte: Ludwig Goldstein, Heimatgebunden – Aus dem Leben eines alten Königsbergers, Nora Verlagsgemeinschaft Berlin, 626 Seiten broschiert. (ISBN-10: 3865573673; ISBN-13: 978-3865573674)

 
 
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