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Lorenz Grimoni hat Geburtstag

19.04.2020

Lorenz Grimoni wurde am 19. 4. 1939 in Freystadt/Westpreußen geboren und in der Königsberger Schlosskirche getauft. Nach der Flucht der Mutter mit ihren vier Kindern ab 19. 1. 1945 fand die Familie mit Vater Erich Grimoni in Schleswig Holstein wieder zusammen. Lorenz legte seine Abiturprüfung in Bad Godesberg ab und studierte anschließend ev. Theologie in Bonn, Marburg und Münster. Nach demVikariat wurde er 1970 Gemeindepfarrer an der Marienkirche und an der Salvatorkirche in Duisburg und übte dieses Amt 35 Jahre lang aus. Ein Schwerpunkt seiner Seelsorge war die Kinder- und Jugendarbeit. Weiterhin engagierte er sich für die Einrichtung einer Telefonseelsorge in Duisburg, Mülheim und Oberhausen. Selbst seit seiner Kindheit schwerhörig, übernahm er ab 1972 die Seelsorge für Schwerhörige und Gehörlose. An der Gründung einer Duisburger Kommende des Johanniterordens nahm er wesentlichen Anteil. Über die Eltern mit der Geschichte und Kultur Königsbergs vertraut gemacht, übernahm er von 1987 bis 2016 ehrenamtlich die Leitung des Museums Stadt Königsberg in Duisburg, der Patenstadt für Königsberg[1] Bereits sein Vater war vielfältig mit der Kulturarbeit der Landsmannschaft Ostpreußen verbunden und beim Aufbau des Museums „Haus Königsberg“ in Duisburg tätig. Lorenz Grimoni wurde 1977 Mitglied der Stadtvertretung der Stadtgemeinschaft Königsberg und für lange Jahre stellvertretender Stadtvorsitzender. Seit 2003 wirkte er als Kurator der Stiftung Königsberg im Stifterverband für die deutsche Wissenschaft.

Als Museumsleiter setzte er ab 1992 eine neue Ausstellungskonzeption um und organsierte eine Reihe von Sonderausstellungen. Ein besonderer Erfolg dabei war die Ausstellung “Immanuel Kant – Erkenntnis – Freiheit – Frieden“ im Jahr 2004 anlässlich des 200. Todesjahres des Philosophen, die 2009 auch großenteils in Kaliningrad gezeigt wurde. Auch die Ausstellung „750 Jahre Königsberg“ wurde 2005 sowohl in Duisburg wie in Kaliningrad gezeigt. Überhaupt pflegte Grimoni vielfältige Kontakte zu den russischen Kulturinstitutionen in Kaliningrad und begleitete mit seinem fundierten Wissen erfolgreich die Arbeiten zur Wiedererrichtung und Restaurierung des Königsberger Doms, stellte Dokumente, Karten und weiteres hilfreiches Material zur Verfügung.



[1] Eberhard Neumann-von Meding, Zum 80.Geburtstag am 19.April 2019: Lorenz Grimoni – „Eine Duisburger Institution“, Königsberger Bürgerbrief, Sommer 2019, S. 61 f

 
 
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