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Erinnerung an Alfred Struwe aus Marienburg

22.04.2020

Alfred Struwe (22. 4. 1927 - 13. 2 1998) wurde als Sohn des Postbeamten Gustav Struwe in Marienburg geboren. Bereits im Ferienlager der Hitler-Jugend sammelte er erste Bühnenerfahrungen. Mit Siebzehn wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und dann auf eine Offiziersschule in Hannover geschickt. Noch in den letzten Kriegstagen musste er am Krieg teilnehmen. Kurz nach seinem 18. Geburtstag fand er in Leipzig seine Familie wieder. Er wollte auf die Schauspielschule gehen, der Vater schickte ihn jedoch auf die Polizeischule. So spielte er nebenbei an Laienbühnen und nahm Schauspielunterricht. Als die Polizeischule 1948 geschlossen wurde, widmete er sich endgültig der Schauspielerei und trat 1949 am Theater Greiz sein erstes Engagement an. Es folgten die Theater in Brandenburg, Zittau, Cottbus, Chemnitz und Dresden.

Einen ersten Auftritt vor der Kamera als "junger Fischer" absolvierte er 1954 unter der Regie von Wolfgang Staudte in dem DEFA-Film "Leuchtfeuer". Es dauerte zehn Jahre, bis Struwe unter der Regie von Kurt Jung-Alsen in "Geheimarchiv an der Elbe" wieder auf der Leinwand zu sehen war. Das änderte sich, als er 1970 neben Helga Hahnemann und Walter Plathe fest angestelltes Ensemblemitglied des DDR-Fernsehens wurde. Sein Gesicht erschien nun häufig. Er schlüpfte in viele Rollen, skizzierte edle, fiese, gute, böse und schlimme Figuren. "Die Toten bleiben jung", "Krupp und Krause" und "Die Rote Kapelle" gehörten dazu.

Die Fernsehserie "Zahn um Zahn" wurde ein unerwarteter Erfolg. Nachdem mit der "Jugendfreundin" der erste Teil am 17. Mai 1985 ausgestrahlt war, lagen nur noch sechs Folgen vor. Ende Juni waren alle "Praktiken des Dr. Alexander Wittkugel", einem humorvollen und unkonventionellen Zahnarzt, gesendet. Ziemlich schnell wurde eine "zweite und dritte Staffel" mit jeweils wieder sieben Folgen "beschlossen", die 1986 und 1988 auf den Bildschirm kamen. Das "Finale" wurde am 18. Februar 1988 ausgestrahlt. Etliche Folgen aus dieser Serie wurden nach der Wende von RTL und RBB übernommen und fanden auch beim nichtsozialistischen Publikum Anklang.

Gestorben ist Alfred Struwe in Potsdam, begraben wurde er auf dem Südwestkirchhof, Block Stahnsdorf, Gartenblock II, Wahlstelle 14

 
 
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