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Gastgeber in Ostpreußen

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Traugott Buhre

21.06.2020

Traugott Buhre (21. 6. 1929 – 26. 7. 2009 wurde in Insterburg als Sohn eines Pfarrers geboren. Die Eltern ließen sich jedoch scheiden, als er noch ein Kind war. Er erlebte die Zerstörung Königsbergs mit und seine Mutter flüchtete mit ihm nach Niedersachsen in die Lüneburger Heide. Zunächst schlug er sich als Feldarbeiter in der Landwirtschaft durch und fuhr Trecker. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Hochschule für Theater und Musik in Hannover, wobei der die Texte für die Aufnahmeprüfung während der Feldbestellung auf dem Trecker gelernt hatte.

Nach seinem Theaterdebüt auf einer Wanderbühne kam er nach Bremen. Er war Ensemblemitglied am Badischen Staatstheater in Karlsruhe, am Staatstheater Stuttgart, am Thalia-Theater in Hamburg, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg, der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin, dem Wiener Burgtheater und dem Berliner Ensemble. Am Hamburger Thalia-Theater spielte Buhre an der Seite von Boy Goberts eitlem Mephisto beide Teile des "Faust" (1979), in Bochum Lessings stapfenden Nathan (1981), sodann Shakespeares tragisch launischen König Leontes im "Wintermärchen" (1984). Als furchtbarer Jurist Rudolf Höller in "Vor dem Ruhestand" (Stuttgart 1979) spielte er alljährlich an Himmlers Geburtstag. Seine grandiose Glanzleistung bestand Traugott Buhre in der Rolle als Theatermacher Bruscon bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Claus Peymann - ein Monolog von über vier Stunden. Zuletzt war er am Züricher Schauspielhaus zu erleben: als Admiral in „Immanuel Kant” - geschrieben von Thomas Bernhard. Dem Fernsehpublikum ist er unter anderem durch zahlreiche Gastauftritte in den Fernsehkrimis Tatort und Derrick bekannt.

Bei dem Versuch seiner ersten Ehefrau, sich und drei gemeinsame Kinder zu töten, kam eine Tochter Buhres 1971 ums Leben. Buhre heiratete ein zweites Mal. Er war ein Familienmensch und Vater von sieben Kindern, das machte ihn untypisch für den Schauspielberuf.

 
 
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