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Johann Walter-Kurau und die lettische Moderne

30.07.2021

Er gilt als Mitbegründer der lettischen Moderne: Der baltische Künstler Johann WalterKurau bereicherte die Kunstszene in Lettland und Europa mit seinem einzigartigen Stil. Meisterlich fing er Licht, Menschen und Naturszenen ein.

Nach seinem Studium an der St. Petersburger Kaiserlichen Akademie der Künste war Walter-Kurau 1898 bis 1906 in seiner Heimatstadt Jelgava/Mitau tätig, wo sein Schaffen um 1900 sich in einer Wechselwirkung zwischen Impressionismus, Jugendstil und einer neoromantischen Stimmungskunst entwickelte. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der modernen lettischen Malerei, in der er durch die Verbindung seines malerischen Talents mit einer ausgeprägten musikalischen Begabung eine Sonderstellung einnahm.

Als er 1906 nach Deutschland übersiedelte, nahm er den Künstlernamen Walter-Kurau an. Er entfaltete dort eine breite Lehrtätigkeit und sammelte schöpferische Eindrücke auf vielen Malreisen. Seine Dresdener Schaffenszeit (1906-16) ist von einem spätimpressionistischen Stil geprägt, während er für die Berliner Periode (1916/17–1932) das Streben nach „weitestgehender Abstraktion bei strengstem Studium” der Natur als Leitmotiv seiner malerischen Weiterentwicklung wählte. Die späte Schaffensphase zeigt stark verarbeitete Anklänge an die Malerei Paul Cézannes, deutscher Expressionisten sowie französischer Fauvisten und Kubisten. Dr. Eike Eckert, Kurator der Deutschbaltischen Abteilung am Ostpreußischen Landesmuseum, geht in seinem Vortrag auch auf das frühe Werk des Künstlers und die Begründung der lettischen modernen Malerei mit ihren – neben Walter-Kurau – bekanntesten Vertretern Vilhelms Purvītis und Janis Rozentāls ein.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Botschaft der Republik Lettland im Rahmen des Jubiläums “Hundert Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Lettland und Deutschland” präsentiert. Die gezeigten Arbeiten entstammen der Privatsammlung Pēteris Šmidre. Sie geben einen reichen Einblick in den in Deutschland entstandenen Teil des Walterschen Werkes. Kuratiert wurde die Ausstellung durch die Kunsthistorikerin Dr. Kristiāna Ābele von der Lettischen Kunstakademie in Riga.

Museum erleben ist unsere Veranstaltungsreihe, die Sie einlädt, das Ostpreußische Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung auf besondere Weise zu entdecken. Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat, nachmittags ab 14:30 Uhr, können Sie an interessanten Ausstellungsrundgängen, Vorträgen, Filmen und weiteren besonderen Angeboten teilnehmen.

Bitte beachten Sie: Aufgrund der Pandemie und der begrenzten Personenzahl von maximal 10 Personen ist eine vorherige Anmeldung unter bildung@ol-lg.de oder Tel. 04131 759950 Voraussetzung. Für den Besuch der Veranstaltung ist der Nachweis über einen negativen Corona-Test (max. 24 h. alt), eine Genesung oder vollständige Impfung notwendig. Aufgrund der Corona-Pandemie werden momentan kein Kaffee und Gebäck angeboten und in diesem Zuge der Preis für die Veranstaltungsreihe auf den Museumseintritt zzgl. 1,50 € reduziert.

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Kontakt Öffentlichkeitsarbeit und Marketing Ostpreußisches Landesmuseum Janina Stengel, Wissenschaftliche Volontärin Tel. +49 (0)4131 7599528, E-Mail: j.stengel@ol-lg.de

Ostpreußisches Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg
Tel. +49 (0)4131 759950, Fax +49 (0)4131 7599511
E-Mail: info@ol-lg.de, Internet: http://www.ostpreussisches-landesmuseum.de

 
 
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