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Johann Friedrich von Domhardt

13.09.2021

Johann Friedrich von Domhardt (13. 9. 1712 in Allrode/Harz – 20. 9. 1781 in Königsberg) war der Sohn eines bürgerlichen Gutsverwalters im Harz, der 1724 den Althof/Ragnit pachtete. Schule in Halberstadt und in Tilsit, wo er auf die Königlich Litthauische Provinzialschule ging, die ihre Schüler auf das Studium an der Universität Königsberg vorbereitete. Lehre in der Landwirtschaft.

Nach dem Tod des Vaters übernahm er 1734 mit 19 Jahren das Gut Althof als Pächter. Der immense Fleiß, mit dem er sich an die Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im Gut heranmachte, sowie seine gute und schnelle Auffassungsgabe führten dazu, dass König Friedrich Wilhelm I. und bald auch Kronprinz Friedrich auf ihn aufmerksam wurden und ihn für den preußischen Staatsdienst vorsahen. 1736 Kriegs- und Domänenrat in Königsberg und Gumbinnen, wo er die Reorganisation des Gestüts Trakehnen durchführte. 1757 Präsident der Kammer in Gumbinnen. Als die Russen die Provinz Ostpreußen eroberten, musste er zwar der Zarin Elisabeth den Treueeid schwören, trat aber klug und umsichtig gegenüber den Besatzern auf, sodass er Ostpreußen gut über die Zeit brachte und dem König beim Friedensschluß eine wohlgeordnete Provins zurückgeben konnte.

1762 auch Präsident der Kammer in Königsberg, ab 1763 Besitzer des Gutes Worienen, 1771 in den erblichen Adelsstand erhoben, 1772 Präsident der beiden westpreußischen Kammern, wobei ihm ein großes Verdienst zukam, die Integration Westpreußens in den Staat Preußen erfolgreich zu bewerkstelligen.

 
 
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