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Vom Schwarzmarkt-Glücksspiel zu lizenzierten Online-Casinos: Ein kurzer Blick in die Geschichte des Glücksspiels in Deutschland

04.10.2021

Das Glücksspiel hat in Deutschland eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert schwappte die Glücksspielwelle aus Frankreich nach Deutschland und die ersten Spielbanken wurden eröffnet. Innerhalb der nächsten 200 Jahr hat sich einiges auf dem Glücksspielmarkt getan. Gesetze wurden zeitweise geschaffen, die wegen fehlendem Enthusiasmus einfach ausliefen. Mit dem Voranschreiten der Digitalisierung hat die Casinosbranche einen ganz neuen Boom erfahren. Online Casinos sind beliebt wie nie.

Werfen wir einen Blick auf das, was es vor den heutigen Online Casinos gab.

Die ersten Spielbanken

Bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden die ersten Spielbanken. Zu einem der ältesten und bekanntesten Casinos Deutschlands zählt ohne Bedenken das Casino in Baden-Baden. Die Reichen und Schönen trafen und treffen sich noch heute in den eleganten Räumen der Spielbank. Die ersten Spielkonzessionen wurden 1821 für Roulette, Pharao und Rouge et Noir erteilt. Seitdem konnte der Siegeszug des Spiels mit dem Glück nicht mehr aufgehalten werden.

Weitere Spielbanken folgten in Wiesbaden, Bad Ems oder auch Bad Homburg. Die ausufernden Feste und Feiern, die mit dem Glücksspiel in Verbindung gebracht wurden, führten 1849 zum Verbot der Spielbank in Bad Homburg. Das Verbot hielt aber nur wenige Monate an.

Erste offizielle Glücksspielregeln

Die ersten einheitlichen Regelungen für das Glücksspiel traten in den 1950er-Jahren in Kraft. Hochriskante Automaten mit sehr hohen Gewinnauszahlungen durften ab diesem Zeitpunkt nur noch in den Spielbanken aufgestellt werden. Wirtshäuser müssen seitdem mit weniger gewinnbringenden Spielautomaten vorliebnehmen.

Erst im Jahre 2008 trat der erste Glücksspielstaatsvertrag in Aktion, der einheitlich für ganz Deutschland galt. 2011 lief dieser Vertrag zwischen allen Bundesländern aus und bis 2021 wurde kein neuer Staatsvertrag in Angriff genommen.

Illegale und legale Casinos ‒ lange Zeit eine rechtliche Grauzone

Nach 2011 schaffte lediglich das Bundesland Schleswig-Holstein klare Verhältnisse. Es war das einzige Bundesland, das Glücksspiellizenzen vergab. In allen anderen Bundesländern befanden sich Spieler und Anbieter in einer rechtlichen Grauzone. Viele dieser Casinos erscheinen als Online CasinoOhneDeutscheLizenz und machen es den Spielern leicht, sich einfach einzuloggen und loszuzocken. Dafür ist laut EU-Gesetz keine extra Erlaubnis durch den deutschen Gesetzgeber vonnöten, denn solange die Casinos über eine europäische Lizenz verfügen, können auch deutsche Staatsbürger den Dienst nutzen. Obwohl nicht ganz legal waren diese Online Casinos lizenziert und reguliert.

Zukunftsaussichten

Mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrages versucht der deutsche Gesetzgeber die Grauzone zu vertreiben. Im Speziellen Online Casinos, die in Deutschland aktiv sind, sollen nur noch mit deutscher Lizenz agieren. Dem unkontrollierten Schwarzmarkt soll verstärkt der Kampf angesagt werden. Ob die deutschen Gesetze und die technischen Möglichkeiten dafür ausreichen, wird die Zeit allein zeigen.


 
 
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