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Was Goethe mit einer ostpreußischen Gutsfrau verband


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Prominente Personen in Bartenstein

Aktualisiert am 20.09.03

Der litauische Fürst Witold und seine Familie hielten sich 1390/91 in der Stadt auf. Hochmeister Ulrich von Jungingen residierte 1407 längere Zeit auf der Burg von Bartenstein. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Zar Alexander I. von Russland trafen sich 1807 in der Stadt und schlossen dabei einen Koalitionsvertrag, die "Konvention von Bartenstein", die allerdings ohne Bedeutung blieb.

Der Schauspieler Erwin Geschonnek wurde am 27. 12. 1906 in Bartenstein geboren, verlebte aber nur 2 Jahre seines Lebens hier. Er gehörte zu den bekanntesten und beliebtesten Künstlern der DDR, war auch Kommunist und überlebte während der Nazi-Zeit 6 Jahre lang in verschiedenen Konzentrationslagern. Nach dem Krieg arbeitete er kurze Zeit unter Bertold Brecht, konzentrierte sich dann aber auf den Film. In mehr als 100 Streifen für Film und Fernsehen faszinierte er Millionen von Zuschauern. "Der Biberpelz" (1949) in Regie von Erich Engel war sein erster Defa-Streifen. In die Gestalt des Lagerältesten im Film "Nackt unter Wölfen" (1963) von Frank Beyer, in dem KZ-Häftlinge in Buchenwald der SS mutig und einfallsreich die Stirn bieten, brachte er einen Teil der eigenen Lebensgeschichte ein. Ebenfalls unter Beyer folgte zehn Jahre später noch einmal ein Lagerfilm "Jakob, der Lügner". Es wurde der einzige für den Oscar nominierte Defa-Film überhaupt. In einer der besten Defa-Komödien, "Karbid und Sauerampfer" (1963), pilgert Erzkomödiant Geschonneck "Aufbau halber" auf der Elbe zwischen Wittenberg und Dresden hin und her, um bei Amerikanern und Russen wechselweise das Beste heraus zu schinden.

Erst 40 Jahre nach seiner Zeit bei Brecht sollte er auf die Bühne am Schiffbauerdamm noch einmal zurückkehren: Heiner Müller gewann ihn für die Inszenierung "Duell Traktor Fatzer".

Dass ihn mit Brecht sehr viel verbindet, hat Geschonneck mit seinem "letzten Wunsch" bekannt. Er will - und wird - nach seinem Tod in der Nähe von Brecht auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Mitte seine letzte Ruhe finden.

Erwin Geschonneck war 6-mal DDR-Nationalpreisträger, erhielt den Bundesfilmpreis 1993 und die Goldene Henne 1997.













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