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Umgebung von Tranßau: Holmy - Mülsen

Erste urkundliche Erwähnung fand Mülsen, als 1328 Bischof Johannes von Samland dem Prußen Alsune hier Land verschrieb. 1352 wurde Mülsen bereits als Dorf bezeichnet. 1383 wurde der Pruße Kirstan Ewircke beauftragt, das Land um Mülsen zu besiedeln. In diesem Zuge benannte man das Dorf um in "Kirstansdorf". Der Name setzte sich jedoch nicht durch, weil die vorwiegend prußischen Siedler den Namen "Milsen" bevorzugten.

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Erste urkundliche Erwähnung fand Mülsen, als 1328 Bischof Johannes von Samland dem Prußen Alsune hier Land verschrieb. 1352 wurde Mülsen bereits als Dorf bezeichnet. 1383 wurde der Pruße Kirstan Ewircke beauftragt, das Land um Mülsen zu besiedeln. In diesem Zuge benannte man das Dorf um in "Kirstansdorf". Der Name setzte sich jedoch nicht durch, weil die vorwiegend prußischen Siedler den Namen "Milsen" bevorzugten.

Gegen Mitte des 16. Jhs. gab es in Mülsen 13 Bauern, zwei Freie und einen Krüger. Da war die Bevölkerung vermutlich bereits aus Prußen und deutschen Zuwanderen sehr durchmischt. Es gab zwischen 1630 und 1720 zwei Schulzengüter mit je sieben Hufen Land und 1629 wurde außerdem ein kölmisches Freigut mit vier Hufen erwähnt. Daraus wurden im 20. Jh. zwei Güter: das eine mit 352 ha, das Otto Born gehörte, und das andere mit 279 ha, das Herbert Keßler besaß. Dazu gesellten sich die zwei großbäuerlichen Betriebe von Otto Heister und Fritz Meller, die aber auch Gutscharakter besaßen.

Die Bauern in Mülsen waren nicht Eigentümer des von ihnen bewirtschafteten Landes, sondern unterstanden der Landesherrschaft. Da sich die Dienste und Abgaben im Laufe der Jahrhunderte stark erhöhten, schrumpfte der Unterschied zur Lage der Scharwerksbauern zwar zusammen, zeigte aber immer noch günstigere wirtschaftliche Verhältnisse. Nach der Agrarreform unter Stein und Hardenberg im Anfang des 19. Jhs. gelang es den Mülsener Bauern, sich besser als viele andere an die neuen Verhältnisse anzupassen, ihre Höfe und damit den althergebrachten Dorfcharakter zu erhalten.

1742 gab es in Mülsen die erste einklassige Dorfschule. 1927 gehörten 49 Schüler zur Volksschule Mülsen, die von einem Lehrer unterrichtet wurden.

 
 
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