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Swetlyj - Peyse

Das westlich von Zimmerbude auf derselben Halbinsel im Frischen Haff gelegenen Peyse, das inzwischen nach Swetlyj eingemeindet ist, gab es zu deutscher Zeit eine Signalstation. Das war die letzte Station vor Pillau, die den Schiffsverkehr auf dem Kanal regelte.[1] Die Einwohner von Peyse verfügten über einen gewissen Wohlstand. Das lag vor allem an den 24 Fischwirten auf 24 Grundstücken, die das Fischereirecht besaßen und für ihr Gewerbe keine Pacht an den Staat abführen mussten. Wenn sie ihr Fischereirecht nicht selbst ausübten, durften sie dieses verpachten. Der Ort erlebte mit dem Bau des Seekanals einen spürbaren Aufschwung. Es wurde ein Bahnhof eingerichtet, ein Elektrizitätswerk gebaut, das immer noch arbeitet, und der Hafen vergrößert. Trotzdem blieb Peyse ein beliebtes Touristenziel. Auf dem Festplatz vor der Försterei fand jedes Jahr das „Grenzräumungsfest“ statt.[2] Heute kommt man bei Peyse nicht weiter, weil sich dort ein militärisches Sperrgebiet mit einer großen Kaserne befindet. Das fotografierte Kaufhaus steht auf dem früheren großen Waldsportplatz nahe der Försterei.[3]

Die ehemalige Baptistenkirche hat keinen Turm mehr und dient heute Weißrussen als Behausung. Die Schule gibt es nicht mehr und der einstige Friedhof wurde eingeebnet. Dagegen existiert noch der Bunker der letzten deutschen Verteidiger, und auf dem Bahnhof hält kein Zug mehr.[4]


[1] Reisebericht Ostpreußen, S. 8.
[2] Kurt Schalmann, Unser schönes Samland, Sommer 2008, S. 62
[3] Hedwig Blomeyer, Neues aus Peyse, Unser schönes Samland, Sommer 2011, S. 33
[4] Christa Devantier, geb. Gerwien, Bericht über eine Reise nach Peyse in Unser schönes Samland, Frühjahr 2015, S. 42

Dorfplan Peyse (K. Schalmann)
Altes deutsches Haus in Peyse (Unser schönes Samland)
Heutiges Einkaufszentrum 2009
Frühere Baptistenkirche in Peyse um 2000 (Unser schönes Samland)
 
 
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