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Stancznyki - Staatshausen

In Staatshausen existieren noch stattliche Überreste eines eindrucksvollen Viadukts. Er überbrückte das Tal der Blinde (Bledzianka) für die nach dem Krieg demontierte Bahnstrecke von Goldap nach Gumbinnen. Der Viadukt ist 178 m lang und 36 m über Flussebene hoch. Von oben hat man eine schöne und ungestörte Aussicht, denn Züge fahren ja nicht mehr.

Der Brückenbau bei Staatshausen ist – neben anderen Bauaufträgen an der Bahnlinie - mit Vertrag vom 23.Mai 1914 der Firma Drenckhahn & Sudhop mit Hauptsitz in Braunschweig und Dependancen in Berlin und Danzig übertragen worden. Der Bau der zweiten Brücke kam erst nach militärischen Forderungen zum ursprünglich nicht vorgesehenen zweigleisigen Ausbau dieser Nebenbahnlinie während des I.Weltkrieges (1917) zustande. Gleichwohl konnte die Baufirma der auftraggebenden Eisenbahndirektion Königsberg mit Schreiben vom 24.April 1918 mitteilen, „in etwa 4 Monaten werden die Hauptarbeiten der 2ten Blindetalbrücke fertiggestellt sein, …“. (Archiwum Państwowe w Olsztynie, Bestand 379, Faszikel 2491, fol. 219). Nachdem die Firma - trotz aller Erschwernisse im vierten Kriegsjahr - nach eigener Bekundung über genügend Leute, Gespanne, Gerüste“ verfügte, um dann ihre sonstigen vertraglichen Aufgaben an der Bahnlinie auszuführen, kann also davon ausgegangen werden, daß beide Brücken - abgesehen von ggf. verbliebenen Restarbeiten - 1918 fertiggestellt waren.[1] Die Braunschweiger Baufirma existiert nicht mehr.



[1] Dieter Zeigert, 9. 3. 2013

Die Viadukte in der Landschaft 2014 Frederik Blattgerste)
Höhe der Viadukte 2014 (Frederik Blattgerste)
Gleisebene eines Viadukts 2014 Frederik Blattgerste)
Viadukt in Staatshausen (Barbara Cordes, 2012)
Viadukt in Staatshausen (Barbara Cordes, 2012)
 
 
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