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Die Kirche in Jucha

Auf Betreiben der Komturei Brandenburg erhielten die zu Jucha gehörenden Orte 1487 eine erste Kirche, noch klein und aus Holz. Um den heidnischen Gebräuchen der Sudauer-Nachfahren entgegenzuwirken, beschloß man, in Sichtweite des Opferplatzes - 900 m nach Westen - einen Kirchenneubau zu errichten, zumal die vorhandene Kirche bereits zu klein geworden war. Der Neubau war 1585 fertiggestellt, dessen südliche Vorhalle 1586.

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Auf Betreiben der Komturei Brandenburg erhielten die zu Jucha gehörenden Orte 1487 eine erste Kirche, noch klein und aus Holz. Um den heidnischen Gebräuchen der Sudauer-Nachfahren entgegenzuwirken, beschloß man, in Sichtweite des Opferplatzes - 900 m nach Westen - einen Kirchenneubau zu errichten, zumal die vorhandene Kirche bereits zu klein geworden war. Der Neubau war 1585 fertiggestellt, dessen südliche Vorhalle 1586.

Der Turm hat 3 Etagen und sein Aussehen orientiert sich am Stil der ordenszeitlichen Wehrkirchen. In den oberen Etagen der Turmhalle pflegten die alten Gemeindemitglieder ihre leeren Särge aufzubewahren bis zu der Zeit, wo sie benötigt wurden, und das war nicht nur hier so üblich.

Das Tonnengewölbe wurde innen vom Maler Garell aus Königsberg neu gestaltet. Die Decke über dem Altar blieb im Original erhalten. Bei Arbeiten am Dachstuhl fand man bei Renovierungsarbeiten alte Silbermünzen, die vielleicht zur Zeit des Tatareneinfalls dort versteckt wurden.

z. T. sehr alte Ausstattung (soweit noch vorhanden):

  • der Altar, einst als einer der schönsten Südostpreußens gerühmt, stammt von dem Italiener Girardi und wurde 1501 vom Frhrn. v. Podewils noch für die alte Kirche gestiftet und 1591 in die neue Kirche überführt (auf der Rückseite vermerkt)
  • Kanzel von 1574 mit Schalldeckel vom Anfang des 17 Jhs.
  • Glocke von 1669
  • Orgel aus Königsberger Werkstatt von 1772, elektrifiziert 1929
  • In der Turmhalle hing ein Hirschgeweihleuchter von der Decke herab

Das Pfarrhaus wurde nach dem Krieg neu errichtet. In ihm erklingt jetzt die Hofglocke der Familie Willutzki mit der Inschrift "Unser täglich Brot gib uns heute", die die Söhne wiederentdeckten und die vom polnischen Pfarrer von Stare Juchy 1998 erneut geweiht wurde.

Kirche in Jucha 2015
Kirchenschiff in Jucha 2015
 
 
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