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Ein Lied von Georg Weissel zum Beginn der Adventszeit

26.11.2011

In allen Hamburger Gotteshäusern wird das Lied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit." zum Adventsbeginn gesungen. Fast 400 Jahre ist es her, dass der Pastor Georg Weissel das Lied aus Anlass der Weihe der Altrossgaertner Kirche 1623 schrieb. Das Hamburger Abendblatt gibt dayu eine besondere Geschichte zum Besten:

Der reiche Königsberger Kaufmann Sturgis hatte einen Trampelpfad, der den Bewohnern des Alten- und Siechenhauses über sein Grundstück einen kurzen Weg zur Kirche ermöglichte, mit einem Tor verschließen lassen. Der Umweg war weit, für viele zu weit und zu anstrengend. Sie klagten diese Not ihrem Pastor. Nach einiger Überlegung hatte dieser eine Idee. Gemeinsam mit den Bewohnern des Armenhauses zog er vor das Tor, und sie begannen zu singen: "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit ..." Sie sangen so lange, bis der verdutzte Sturgis aus dem Haus kam. Dann sprach Weissel ihn an: Wie kann man auf das Kommen des Gotteskindes an Weihnachten hoffen und gleichzeitig sein Gartentor wie auch sein Herzenstor verschließen? Sturgis öffnete die Tür. Und von diesem Tag an wurde dieses Tor nicht wieder geschlossen. Viele Generationen von Königsbergern kannten diesen Weg fortan unter dem Namen "Adventsweg".

Information zu Georg Weissel siehe unter http://www.ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=581

(Hamburger Abendblatt, 26. 11. 2011)

 
 
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