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Der Flughafen in Rastenburg

10.05.2018

Zunächst entstand hier, etwa 4 km südöstlich von Rastenburg, 1935 ein Sportflugplatz für Kleineflugzeuge wie den Fieseler Storch. Im Zuge des Baus des Führerhauptquartiers Wolfsschanze beschloss man bereits im Juli 1940 den Ausbau des Sportflughafens und verlängerte die vorhandenen Landebahnen, die ein X darstellen. Im Dezember 1941 wurde der Flugbetrieb mit Maschinen von Junkers und von Focke-Wulf aufgenommen. Von hier startete und landete Adolf Hitler schon ab August 1941. Am 8. 2. 1942 stürzte auf dem Flugplatz der Minister Fritz Todt, Chef der „Organisation Todt“, tödlich ab. Claus Schenk Graf von Stauffenberg startete von hier am 20. Juli 1944 mit einer He-111 kurz nach dem Attentatsversuch in der Wolfsschanze nach Berlin. Hitler startete letztmalig einen Flug von hier am 20. 1. 1944. Unmittelbar anschließend begann die angeordnete Zerstörung, die am 24. Januar in die Sprengung der Hallen und Gebäude mit Hilfe von 12 Tonnen Sprengstoff mündete. Den Sowjets fiel der Flughafen zwei Taage später ohne Gegenwehr in die Hände. Während des Jahres 1945 nutzten die Sowjets noch die Flugpisten und übergaben dann den Flughafen an die Polen. Diese brauchten immerhin 10 Jahre, um die überall verborgenen Minen zu räumen. Es sollen 54.000 Minen unschädlich gemacht worden sein.[1]

1973 richtete sich der Aeroklub Kętrzyński auf dem Flughafen ein. 1976 entstand die auf Agrarflug spezialisierte Technische Fachschule für Landwirtschaftliche Mechanisierung. 1998 wurde der Flughafen an einen privaten Investor verkauft. Der erwarb unmittelbar danach die Lizenz für den Aeroclub of Poland. Die restaurierten Fluganlagen nahmen im August 1999 ihre Tätigkeit auf. Es gibt jetzt eine längere Graspiste für Starts und Landungen. Die alten Landesbahnen aus dem 2. Weltkrieg können nicht mehr benutzt werden.



[1] Ronald V., Abandoned, forgotten & little known Airfields in Europa 2012 - http://www.forgottenairfields.com/poland/warmia-masuria/wilamowo-s637.html

 
 
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