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Deutschlands Spielotheken und das Sozialkonzept – eine eindeutig zweideutige Motivation von Spielotheken-Betreibern?

11.05.2018

Wer in Deutschlands Spielotheken den ein oder anderen Euro gewinnen möchte, der befindet sich mit diesem Anliegen in bester Gesellschaft. Immer mehr Spieler und Spielerinnen vom klassischen Lotto wechseln wegen der höheren Gewinnwahrscheinlichkeit, teils aber auch unter sozialen Aspekten in die Spielotheken. Hier kann man mit Freunden spielen, ein bisschen Spaß haben und mit ein bisschen Glück sogar einen Gewinn abstauben, doch aus dem anfänglichen Kitzel und Vergnügen wird manchmal leider ein ernsthaftes und bedenkliches Spielverhalten – die Spielsucht. Hierfür wurde das Sozialkonzept entwickelt, welches speziell in den Merkur Spielotheken Anwendung findet. Spieler- und Jugendschutz stehen hier ganz oben auf der Prioritätenliste der Betreiber – doch wie erst kann man das Sozialkonzept wirklich nehmen? Im Folgenden werfen wir einen kritischen Blick hinter die Kulissen.

Onlinecasino versus richtige Spielothek

Natürlich ist jedem klar: wer wirklich süchtig ist und spielen möchte, der findet auch immer einen Weg. Besonders zu Zeiten unserer starken Digitalisierung surft man mit seinem Smartphone schon mal eben von unterwegs durch das Netz und findet eine riesige Bandbreite an Onlinecasinos. Hier fragt niemand danach, ob es vielleicht besser und gesünder wäre, das Geld lieber für einen gefüllten Kühlschrank oder einen Ausflug mit der Familie auszugeben.

Einfach anmelden, den Willkommensbonus sichern und los kann es mit dem Spiel im Onlinecasino gehen. Auf www.onlinecasinosdeutschland.com findet man beispielsweise schnell und übersichtlich eine Auflistung unterschiedlicher Online Casinos und welche Optionen und Spielbedingungen den Kunden hier geboten werden. Überlegt man sich einmal ernsthaft, wo wahrscheinlich die meisten süchtigen Spieler zu finden sind, so ist es mit Sicherheit doch im Internet. Allerdings setzen auch seriöse Onlinecasinos sich gegen Spielsucht ein – manche Spieler können beispielsweise gesperrt werden, wenn sie zu exzessiv spielen.

Der große Pluspunkt von richtigen Spielotheken ist nach wie vor der soziale Aspekt. Hiermit ist nun natürlich nicht ausschließlich das Sozialkonzept gemeint, sondern es geht viel mehr um reelle menschliche Kontakte, die man in einer Spielhalle hat. Hier kann man sich mit anderen Gästen und dem Personal unterhalten, kann gemeinsam mit Freunden spielen oder sogar beim Spielen in der Spielothek neue Freunde mit dem gleichen Hobby finden. Betreibt man das Spielen mit Maß und Ziel, so lässt sich überhaupt nichts gegen Spielotheken sagen, und manch ein Spielgast kommt sicherlich gerne auch häufig einfach nur so zum Plaudern, auf ein schnelles Getränk und ein hoffentlich erfolgreiches Spiel in die Halle. Bei einer gesunden und sozialeren Einstellung zum Spiel, bräuchten Firmen wie Merkur kein Sozialkonzept – doch wie stark es zum Zuge kommt, liegt allein in der Verantwortlichkeit der jeweiligen Spieler.

Der Spielerschutz in einer der größten Spielotheken-Ketten: Merkur.
Was bedeutet eigentlich dieses „Sozialkonzept“?

Wer bisher mit Spielotheken noch nicht in Berührung gekommen ist, dem sagt dieser Begriff möglicherweise nichts. Wer als normaler „Zwischendurch“- bzw. „Durchschnittsspieler“ die Automatenhalle betritt, der könnte es kennen, doch mit Sicherheit kennen Spieler mit starker Tendenz zum Zocken den Begriff „Sozialkonzept“, welches es bei den Merkur Spielotheken nun schon seit langer Zeit gibt.

Mit seinem Sozialkonzept gilt Paul Gauselmann stellvertretend für alle Merkur Spielotheken als Vorreiter unter den Betreibern von Spielhallen, denn hier zeigt sich auf den ersten Blick, dass dieses Unternehmen nicht nur in die eigene Tasche wirtschaften möchte, sondern ebenso an das Wohl seiner Spieler und den Jugendschutz denkt. Zumindest ist dies die erste Botschaft, die durch das sogenannte Sozialkonzept deutlich hervorstechen soll und PR-technisch hat dieses Spielerschutz-Konzept natürlich seine ganz eigene Wirkung.

Was genau bedeutet nun also „Sozialkonzept“? Im Grunde lässt sich diese Frage folgendermaßen beantworten: Merkurs Sozialkonzept bedeutet, dass die Mitarbeiter regelmäßig darauf geschult werden, ihre Gäste feinfühlig und aufmerksam im Auge zu behalten. Die Beobachtungen beziehen sich beispielsweise darauf festzustellen, ob es Spieler gibt, die immer regelmäßiger kommen (d.h., deren Spielfrequenz sich über einen längeren Zeitraum stark erhöht), ob bereits vorhandene und regelmäßig anwesende Stammspieler über einen längeren Zeitraum ihr Äußeres vernachlässigen, weil möglicherweise nur noch der Wunsch nach Anwesenheit in der Spielothek im Vordergrund steht, während Familie, das weitere soziale Umfeld und sogar die eigene Körperhygiene in den Hintergrund treten.

Es mag sich merkwürdig anhören, doch diesen Typus von Spieler gibt es und dies ist daher der Punkt, an dem Mitarbeiter von Merkur mit viel Feingefühl sanft eingreifen und vorsichtig das Gespräch zu den betroffenen Spielgästen suchen sollten. Die Frage ist: wie gut kann dieses Konzept umgesetzt werden, wenn doch genau dieser spielsüchtige Typus Gast den Spielotheken doch das meiste regelmäßige Geld bringt?

Gewissenskonflikt zwischen Sozialkonzept und dem eigenen Betriebsergebnis?

Selbstverständlich fragt man sich unweigerlich, in wie weit diese Form von Spielerschutz durchgeführt wird bzw. überhaupt durchgeführt werden kann, wenn doch die von der Spielsucht betroffenen Spieler eine der Haupteinnahmequellen der Spielotheken darstellen. Hier liegt es in den Händen der Filialleitung der einzelnen Standorte, die eigenen Mitarbeiter weiter in Sachen Spielerschutz zu schulen und möglicherweise betroffene Spielgäste zu sensibilisieren. So gern man auch seinem Vorgesetzten Regionalmanager gute Zahlen vorlegen möchte – Menschlichkeit sollte in jedem Fall vorgehen.

Fraglich ist hierbei bloß die bisherige Form der Umsetzung in Sachen Konsequenzen, wenn man einmal mit einem süchtigen Spieler Kontakt hatte und dieser sich weigert, das Spielen wieder ein wenig zu reduzieren oder vielleicht sogar mal eine Zeit lang ganz auszusetzen. Die Mitarbeiter der Spielhallen können betroffene Personen natürlich vorsichtig ansprechen und eine Empfehlung zu Gunsten des Spielers äußern, doch verweist man einen ansonsten freundlichen und regelmäßig anwesenden Gast per Hausverbot der Filiale, bloß zu seinem eigenen Schutz? Vermutlich nicht.

Auch die Tragweite dieser Handlung wäre vermutlich sehr eingeschränkt, denn selbst wenn der süchtige Spieler der einen Halle verwiesen wurde, kann er munter in die nächstbeste Halle der Konkurrenz gehen und seine Euros dort in die Automaten werfen. Dann nimmt jede Halle diese Einnahmen sicherlich lieber noch für sich selbst in Anspruch. Zwar gibt es eine freiwillige Spielersperre, doch diese lässt sich durch die Spieler selber genauso einfach wieder durch die eben genannte Vorgehensweise umgehen. Bei einem wirklich süchtigen Spieler kämpft man hier sprichwörtlich gegen Windmühlen.

 
 
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