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Erinnerung an den Architekten und Kunsthistoriker Friedrich Lahrs aus Königsberg

12.07.2018

Friedrich Lahrs (11. 7. 1880 – 13. 3. 1964) wurde in Königsberg geboren. Er ging bis zum Abitur 1898 auf das Löbenichtsche Realgymnasium und studierte an der TH Berlin das Fach Hochbau. Das Berufsleben begann er als Regierungsbauführer in Berlin und avancierte nach der mit Auszeichnung abgelegten Staatsprüfung zum Baumeister am Kammergericht. 1902 war er verantwortlich für den Bau der Schleusenanlage in Klein Machnow bei Berlin. Schon 4 Jahre später erhielt er den Schinkel-Preis. Der junge Ruhm führte ihn 1908 zurück nach Königsberg, wo er beauftragt wurde, das neue Gebäude der Kunstakademie zu errichten. 1911 ernannte man ihn zum Professor und berief ihn auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Architektur. Sein bekanntestes Werk war die heute noch stehende Kant-Gedenkstätte am Königsberger Dom. Auch die Kunsthalle am Wrangelturm wurde von ihm konzipiert. Ab 1934 war er freier Architekt. Zu seinen Arbeiten gehörten neben Stadthäusern und gewerblichen Bauten in Königsberg Gutshäuser und Totengedenkstätten außerhalb. Am 28. Januar 1945 flüchtete er in den Westen Deutschlands und wohnte zuletzt in Stuttgart, wo er 1964 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Zwei seiner Enkel und ein Urenkel ergriffen ebenfalls den Beruf des Architekten, eine Tochter und eine Enkelin wirken als Malerinnen und Graphikerinnen.

Als Ergebnis der Erfahrungen mit Grabungen auf dem Königsberger Schloßgelände entstand das 1956 veröffentlichte Buch „Das Königsberger Schloß“ von Friedrich Lahrs.

 
 
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