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Gdańsk: Polens aufstrebender Tourismus- und Wirtschaftsmagnet

08.11.2019

Was spricht für Danzig als Wirtschaftsstandort?

Sicherlich könnte man die atemberaubende Naturkulisse, die Gdańsk umgibt, als Argument zu Felde führen. Zudem ist Danzig für sein pulsierendes Nachtleben bekannt, das sich mehr und mehr zum Geheimtipp innerhalb des internationalen Jetsets etabliert. Ebenso für die offenherzige Single-Community, die hochklassigen Begleitagenturen, für die ehrliche Gastfreundschaft und das harmonische Miteinander unter den wunderschönen Frauen und charmanten Herren, die diese Stadt mit Stolz Heimat nennen.

Doch was einen Investor letztendlich von einem Standort überzeugt, das hat damit leider nur wenig zu tun. Allerdings hat Gdańsk auch bei einer penible durchgeführten Standort-Analyse durchaus gute Karten in der Hand. Dafür sprechen nicht zuletzt all jene Global Player, die bereits von den vielen Vorteilen Danzigs profitieren. Thyssen Krupp, Staples, Luxoft und onegini stehen an dieser Stelle nur für einen kleinen Auszug der international agierenden Firmen, die in Gdańsk ansässig sind.

Bei einer fundierten Standortanalyse spielen sowohl harte wie auch weiche Standortfaktoren eine Rolle. In beiden Kategorien kann Gdańsk aus dem Vollen schöpfen.

Worin unterscheiden sich weiche und harte Standortfaktoren?

Weiche Standortfaktoren lassen sich in zwei Bereiche unterteilen. Die unternehmensbezogenen Faktoren spielen vor allem bei der Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs eine gewichtige Rolle. Hier sind zum Beispiel das Image des Standorts, die Bildungsangebote, das Wirtschaftsklima und die Branchen-Kontakte des Standorts wichtig. Andererseits fallen die personenbezogenen Faktoren mit in die Waagschale. Diese wären unter anderem Erholungs- und Kulturangebote, Wohnqualität, Freizeitangebote, die Qualität von Bildungseinrichtungen, das soziale Gefüge, die vertretenen Gesellschaftswerte, u.v.m.

Schaut man sich Gdańsk und Umgebung an, dann muss ein Investor diesbezüglich – wenn überhaupt – nur minimale Abstriche machen.

Harte Standortfaktoren werden in der Regel in drei Bereiche unterteilt: beschaffungs-, absatz- und produktionsbezogenen Faktoren. Wirtschaftsexperten und -analytiker, die sich mit der Überprüfung von Wirtschaftsstandorten im Allgemeinen beschäftigen, achten unter anderem auf folgende Merkmale:

Beschaffungsbezogene Standortfaktoren beschreiben alle Punkte, die mit der Beschaffung von Gütern, Dienstleistungen, Forschung zu tun haben. Z. B.:

· Die Infrastruktur

· Verfügbarkeit von Arbeitskräften

· Arbeitskosten

· Forschungseinrichtungen

· Nähe zu Lieferanten

· Nähe zu Kunden

· Etc.

Produktionsbezogene Standortfaktoren beziehen sich primär auf den Fertigungsprozess:

· Qualifikation & Gehaltsansprüche der Arbeitskräfte

· Höhe der GwSt. & Grundsteuer (Kommunale Steuern)

· Miet- und Grundstückpreise

· Disponibilität von Betriebsstoffen

· Energiekosten

· etc.

Als dritte Position spielen die absatzbezogenen Standortfaktoren bei der Standortanalyse eine wichtige Rolle. Hier geht es vor allem darum, wie die Verdienstchancen des Unternehmens stehen. Im Einzelhandel wären das zum Beispiel attraktive Standtorte für die Filialen. Ein entscheidender Faktor ist der örtliche Absatzmarkt – sprich: die Kaufkraft der Bevölkerung. Die ortsansässige Konkurrenz (wenn vorhanden) wird ebenfalls unter die Lupe genommen. Ganz wichtig für Zulieferunternehmen ist der Anschluss ans Verkehrsnetz (Flughafen, Hafen, Bahn, Straßennetz). Dann wird auch überprüft, wie es um die staatlichen Absatzhilfen steht.

Gdańsk – Einer der interessantesten Wirtschaftsstandorte in Polen

Die ehemalige Hansestadt ist Namensgeber der Danziger Bucht und galt schon immer als einer der wichtigsten Seehäfen Nordeuropas und ist der größte Hafen in Polen. Doch dieser signifikante Pluspunkt ist bei weitem nicht der einzige, der für diese moderne, zukunftsorientierte und pulsierende City als idealer Wirtschaftsstandort in Polen macht. Von Danzig aus laufen viele Wege in die Welt hinaus. Sei dies der direkte Anschluss zur Autobahn A1, das komplexe Eisenbahnnetz, das Gdańsk nicht nur mit allen wichtigsten Städten in Polen, sondern auch eine durchgehende Verbindung mit Berlin ermöglicht. Innerorts sorgen Metro, Tram und ein dichtes Busliniennetz für Anschluss. Der Danziger Flughafen ist der drittgrößte des Landes, der von über 40 nationalen und internationalen Airlines angesteuert wird.

Auch wenn traditionsgemäß der Schiffbau sowie der Frachtumschlag in Danzigs Wirtschaft derzeit noch den lautesten Ton angeben, so hat sich die Stadt aber schon lange von ihrem Ruf als reine Handels- und Hafenstadt befreit. Gdańsk macht sich beispielsweise als gut vernetztes HUB für Start-Ups einen Namen. So wurden hier schon diverse Projekte ins Leben gerufen – so zum Beispiel Amazons Alexa. Die perfekte Lage und die vielen Vorteile von Danzig als Wirtschaftsstandort wurden mittlerweile von unterschiedlichsten Wirtschaftssektoren erkannt und angenommen. Hochtechnologien, Pharma- und Lebensmittelindustrie, Telekommunikation und Informationstechnologie und weitere Industriebereiche werden in Gdańsk heute von renommierten, international agierenden Firmen besetzt.

Ein weiterer, wichtiger Industriezweig in Danzig ist zweifelsohne die Tourismusindustrie. Die Region bietet für jeden etwas: Ob Romantikreise für frisch Verliebte, die sich beispielsweise jüngst auf einer Single Börse kennengelernt haben, ob Senioren, Aktivurlauber, Familien oder Städtebummler.

Reisedestination Danzig – die Tourismusbranche boomt!

Wer einmal die fast surreal schöne Landschaftskulisse rund um Gdańsk bewundert hat, wird zu 99 % zurückkommen. Die raue Ostsee mit wunderschönen Stränden auf der einen Seite – Wälder, Berge, Wiesen, Seen und malerische Dörfer auf der anderen Seite. Mittendrin die historische Stadt selbst mit schier unzähligen Sehenswürdigkeiten, einem lässig urbanen Flair, einem reichen Kulturangebot, sagenhafter Kulinarik und ein farbefrohes Nachtleben. Hier finden also alle Facetten an Urlaubern genau das, wonach sie suchen: Die Städtereisenden einen Ort voller Geschichte, Outdoor-Liebhaber eine Landschaftskulisse, die ihres Gleichen sucht, Backpacker eine geniale Zwischenstation und Radfahrer einen traumhaften Startpunkt zum legendären Radweg „EuroVelo 9“, der von Danzig nach Kroatien führt. All dies und noch mehr macht Gdańsk zum Reiseziel von derzeit schätzungsweise über 1,6 Millionen Touristen im Jahr!

 
 
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