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Der Schriftsteller Juri Nikolajewitsch Iwanow

08.06.2021

Juri Nikolajewitsch Iwanow (8. 6. 1928 – 22. 7. 1994) wurde in Leningrad geboren. Er überlebte die Belagerung seiner Heimatstadt und suchte im April 1945 seinen Vater, Offizier der Sowjetarmee, den er in Königsberg vermutete. Er fand ihn dort. Der Vater leitete als Oberst im Stab der 11. Garde-Armee eine Sonderfahndungsgruppe, die nach dem Archiv des Frauenburger Domkapitels suchte.

Juri Iwanow besuchte die Oberschule in Kaliningrad und dann die Sporthochschule in Leningrad. Danach fuhr er 14 Jahre lang zur See. In den 1950er Jahren begann er, Erzählungen zu schreiben. 1964 erhielt er eine Auszeichnung für seine kulturellen Betätigungen und 1966 wurde er in den Schriftstellerverband der UdSSR aufgenommen. 1969 absolvierte er Kurse für russische Hochliteratur. Er erforschte die Biographien historischer Persönlichkeiten, auch aus Königsberg, und näherte sich an die alte ostpreußische Hauptstadt an.

Als sich die Situation in der UdSSR grundsätzlich änderte, gründete er 1987 den Kulturfonds Kaliningrad und wurde dessen Vorsitzender. Er setzte sich für die Öffnung des Gebiets ein und reiste selbst nach Deutschland – Kiel, Duisburg, Flensburg, Lüneburg. Als erster Besucher aus Kaliningrad besuchte er 1991 das Museum der Stadt Königsberg in Duisburg. Mit seinen mehr als 30 Büchern, die sich u. a. auch mit sieben Jahrhunderten ostpreußischer und deutscher Geschichte und Kultur beschäftigte, hat er sicher auch viel für die Verständigung zwischen Deutschen und Russen bewirkt. Als am 17. 6. 1994 die Turmspitze auf dem Königsberger Dom aufgesetzt wurde, wurden in der Kapsel an der Turmspitze auch Worte von Juri Iwanow hinterlegt mit dem Wunsch, dass der Dom wieder Zentrum des kulturellen und spirituellen Lebens der Stadt werde. Iwanow wurde auf dem städtischen Friedhof am Prospekt Mira beigesetzt.

 
 
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