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Kiauken/Wartenfeld

Dieser Ort existiert nicht mehr und hat insofern auch keinen russischen Namen. Trotzdem ist er erwähnenswert als Geburtsort des Schriftstellers Karl-Heinz Jakobs im Jahr 1929. Jakobs lebte nach der Flucht aus der Heimat in der ehemaligen DDR, lernte Maurer, bildete sich weiter zum Bautechniker und studierte ab 1956 am Leipziger Literaturinstitut, um Schriftsteller zu werden. Sein erster großer Roman „Beschreibung eines Sommers“, ein Liebesroman, startete mit einer Auflage von 500.000 Exemplaren und wurde von der DEFA mit Manfred Krug in der Hauptrolle verfilmt. 1972 erhielt er den Heinrich-Heine-Preis. Er wurde einer der beliebtesten Autoren der DDR und schrieb bis 1976 insgesamt 14 Bücher. Als er jedoch mit anderen gegen die Ausbürgerung von Rolf Biermann protestierte, verlor er die Gunst und die Unterstützung der DDR-Oberen, damit auch den Verlag, und reiste nach Westdeutschland aus. Hier folgten weitere Bücher – „Wilhelmsburg“, „Die Frau im Strom“, „Das andere Jahr“, „Leben und Sterben der Rubina“ (1999). Jakobs lebt heute in Velbert im Bergischen Land.

 
 
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