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Rjabinowka - Schmoditten

Rjabinowka - Schmoditten gehörte zu den landesherrlichen, später königlichen Dörfern und war demzufolge nicht gutsuntertänig. Hier wurde der einst überregional bekannte Dichter George Friedrich John (1742 – 1800) als Sohn des Pfarrers geboren. Er studierte in Königsberg und arbeitete danach dort als Beamter. Daneben war er Rezensent und Theaterkritiker und schrieb eine größere Anzahl von Gedichten, die in damals in Zeitschriften erschienen, sowie dramatische Werke wie „Robert“, „Der Schauspieler“, „Die Patrioten“, dazu Theaterreden, Prologe, Aufsätze.

Herr Wolf-Eckhard John schrieb auf der Suche nach einem möglichen Verwandtschaftsverhältnis zu George Friedrich John dazu: " Meine Vorfahren waren um 1620 von Schlesien nach Thorn gekommen und haben sich bis ´45 als Pfarrer, Juristen und Prof. an der Uni Königsberg über ganz Ost-/Westpreußen ausgebreitet. Aus diesem Grund hat mich der eigentlich „trockene“ Kanzleijurist, der später zum Rezensent von Goethe / Schiller Theateraufführungen wurde und schließlich auch eigene poetische Dichtungen veröffentlichte, sehr interessiert, zumal er auch Verbindungen zu Kant hatte."

Die Kirche in Schmoditten aus der Mitte des 14. Jhs. – etwa 1330 – 1360 - wurde 1380 vollendet. Obwohl nur 4 km von Pr. Eylau entfernt, gehörte sie zum Kammeramt Knauten und damit zur Komturei Brandenburg, während Pr. Eylau der Komturei Balga zugehörte. Das Kirchspiel Schmoditten umfasste eine große Anzahl von Dörfern und Schulorten. Das Gebäude kam gut über den 2. Weltkrieg. Doch dann wurde es ausgeräumt und verfiel. 1970 sprengte das Militär die verbliebenen Kirchenwände und nutzte den Schutt für Straßenreparaturarbeiten. Den Platz der Kirche nimmt seitdem ein Dreschplatz ein.

Im Pfarrgarten und Pfarrwitwengarten von Schmoditten standen je eine mächtige Linde von 6 Meter Stammumfang, von denen die eine den Namen „Heilige Kreuz-Linde“ erhielt, weil dort die Äste in 2,50 Meter Höhe kreuzförmig seitwärts wuchsen. Das Pfarrhaus war von 1703.

 
 
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