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Terassowka - Sussemilken/ Friedrichsrode

Alt-Sussemilken/Alt Friedrichsrode, gegründet 1782 im Großen Moosbruch für 20 Ansiedler und umbenannt 1938, gehörte zu den jüngsten Kirchdörfern des Kreises Labiau. Ausgangspunkt war die Unterförsterei Florweg, die um 1750 in Kirchenbüchern aufgeführt wurde. Das Dorf nannte man zunächst „Kahle Haide“ oder „Szilleninken“, ab etwa 1785/87 „Susimilkiemen“ und „Sussimilken“. Die Ansiedler erhielten in einem ersten Schritt 16 Morgen 50 Ruten zu glichen Teilen erb- und eigentümlich, 1788 erhöht um 25 Morgen 54 D-Ruten Wiesen und 1846 um 135 Morgen 53 Ruten für 30 Landwirte.

Bis 1867 war Sussemilken nur mit Booten und Schiffen über den Timberstrom zu erreichen, im Winter mit dem Schlitten. Erst dann wurde der Bau einer Strasse über Land in Angriff genommen. Eine Försterei Sussemilken entstand 1873.[1]

Am 1. 4. 1903 bildete man die selbständige Kirchengemeinde Sussemilkent. Ihre Jubiläumskirche wurde am 9. August 1906 eingeweiht. Ihr Bau stand unter der Leitung des Kreisbauinspektors Linden aus Labiau. Diese holzverschalte Kirche mit wuchtigem Turm überstand den Krieg unversehrt. Anfang der 60er Jahre wurde der nahe gelegene Kolchos wegen Perspektivlosigkeit abgerissen. Daraufhin brach man auch die Kirche ab, um Baumaterial zu gewinnen. Nur das Fundament und der Sockel blieben stehen. Im Dorf gibt es praktisch kein Haus mehr.[2]Es gab vor dem Krieg eine zweiklassige Dorfschule, zuletzt geleitet von dem Lehrer Fritz Reich.

Auch Neu-Sussemilken/Neu Friedrichsrode besaß eine Schule, und zwar eine einklassige. Die wurde jedoch während des 2. Weltkriegs wegen Lehrermangels geschlossen und als Kindergarten genutzt. Kindergärtnerin war Frau Friedel Semmling.[3]



[1] Sussemilken-Friedrichsrode Dorf- und Kirchengeschichte, von tohus, Sommer 2016, S. 66 f
[2] Bachtin, Kirchen, S. 171
[3] Von Tohus, Dez. 2007, S. 37

Alte Postkarte von Sussemilken
Kirche einst (von tohus 2016)
Kirche innen (von tohus 2016)
Bauernhof einst (von tohus 2016)
Denkmalsockel 2016 (Jungk/Schütz)
Letztes Haus 2016 (Jungk/Schütz)
 
 
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