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Adolf Tortilowicz von Batocki

Adolf Tortilowicz von Batocki (1868 - 1944) war einer der herausragenden Repräsentanten Ostpreußens zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Er wurde auf Gut Bledau geboren und übernahm den Besitz nach dem Tod des Vaters 1890. Landrat des Landkreises Königsberg (ohne Stadt) war er von 1900 bis 1907 und Vorsitzender der Landwirtschaftskammer der ganzen Provinz von 1907 - 1914. Ab September 1914 wirkte er als Oberpräsident und Vorsitzender der Kriegshilfekommission, 1916/1917 war er Leiter des Kriegsernährungsamts (Vorgänger des Reichswirtschaftsministeriums) in Berlin. Seine Zwangswirtschafts-Maßnahmen waren in Kreisen der Landwirtschaft nicht populär und führten zu seinem Rücktritt.

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Adolf Tortilowicz von Batocki (31. 7. 1868 – 22. 5. 1944) war einer der herausragenden Repräsentanten Ostpreußens zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Er wurde auf Gut Bledau geboren und übernahm den Besitz nach dem Tod des Vaters 1890. Landrat des Landkreises Königsberg (ohne die Stadt Königsberg) war er von 1900 bis 1907 und Vorsitzender der Landwirtschaftskammer der ganzen Provinz von 1907 - 1914. Ab September 1914 wirkte er als Oberpräsident Ostpreußens und Vorsitzender der Kriegshilfekommission, 1916/1917 war er Leiter des Kriegsernährungsamts (Vorgänger des Reichswirtschaftsministeriums) in Berlin. Seine Zwangswirtschafts-Maßnahmen waren in Kreisen der Landwirtschaft nicht populär und führten zu seinem Rücktritt.

1918 kehrte er in das Amt des Oberpräsidenten von Ostpreußen zurück. In dieser Zeit war er Verfechter des „Oststaatsplanes“, bei dem - unabhängig vom Reich - eine Provinz Ost- und Westpreußen mit Posen gebildet und gegenüber Polen militärisch verteidigt werden sollte, was Deutschland aufgrund des Waffenstillstands nicht mehr machen durfte. Die Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrags machte dieses Vorhaben endgültig obsolet und führte zu seinem Rücktritt am 1. 7. 1919 und gleichzeitig zum Abschied von der Politik.

1920 ernannte man ihn zum Honorarprofessor an der juristischen Fakultät Königsberg und zum Leiter des Instituts für ostdeutsche Wirtschaft. Den Nazis nicht zugetan, gab es ein Verbot für Amtsträger, 1944 an den Beisetzungsfeierlichkeiten für ihn teilzunehmen.

 
 
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