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Das Adalberts-Kreuz

Zacharias Werner (19. 11 1768 in Königsberg - 17. 1 1823 in Wien) schrieb zum Tod von Adalbert in Tenkitten 1806 das romantische Drama „Das Kreuz an der Ostsee“, das von E. T. A. Hoffmann vertont wurde. Auf Initiative der Königsberger Regierung errichtete man 1822 – vielleicht durch Werner inspiriert - auf den Resten der Adalbertskirche ein Kreuz aus schwarz gestrichenem Eichenholz mit einer Gedächtnistafel für Bischof Adalbert.

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Zacharias Werner (19. 11 1768 in Königsberg - 17. 1 1823 in Wien) schrieb zum Tod von Adalbert in Tenkitten 1806 das romantische Drama „Das Kreuz an der Ostsee“, das von E. T. A. Hoffmann vertont wurde. Auf Initiative der Königsberger Regierung errichtete man 1822 – vielleicht durch Werner inspiriert - auf den Resten der Adalbertskirche ein Kreuz aus schwarz gestrichenem Eichenholz mit einer Gedächtnistafel für Bischof Adalbert.

Das Holz hielt sich nicht sehr lange. Deshalb stiftete 1831 die polnische Gräfin Wielcopolska, die sich seit 1830 wegen der damaligen polnischen Revolutionsunruhen in Fischhausen aufhielt, Geld für einKreuz aus Eisen. Es sollte 2 Meter hoch werden, doch die Regierung wollte mehr. Schließlich wurden es 8,87 Meter, umrahmt von einem Eisengitter. Das Kreuz trug die Inschrift: „Bischof St. Adalbert starb hier den Märtyrertod 997 für das Licht des Christentums. Wielcopolska 1831“. Für die Mehrkosten kamen Spender auf, zu denen auch der König gehörte. Die Gestaltung übernahm Baurat Puppel, gegossen wurde in der Königsberger Unionsgießerei, die Schlosserarbeiten hatte Schlossermeister Bartlau übernommen. Dieses Eisenkreuz wurde 1897 restauriert und ging 1945 verloren.

Seit dem 2. Oktober 1991 stand hier durch Initiative der katholischen Gemeinde Kaliningrad auf dem erhaltenen Fundament wieder ein provisorisches Holzkreuz - drei Meter hoch. Durch Spenden polnischer Gläubiger und erneute Initiative der katholischen Gemeinde in Kaliningrad wurde es möglich, am 23. 4. 1997 aus Anlass des 1000jährigen Todestages von Bischof Adalbert ein demOriginal nachempfundenes Gedenkkreuz - das St. Adalbert Kreuz - an alter Stelle auf originalem Fundament aufzustellen. Es ist 10 m hoch. Peter Wittenburg, seinerzeit Aufsicht führender Pfarrer im Königsberger Gebiet im Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland und anderen Staaten (ELKRAS), weihte das Kreuz von Tenkitten zusammen mit dem katholischen Erzbischof von Moskau ein. Das Kreuz steht auf einem Steilhang etwa 30 Meter über dem Meer.

 
 
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