Deutsch Polnisch Russisch 
 
Link ber Facebook senden
Seite twittern
 

Umgebung von Seeburg: Piszewo - Pissau/Waldensee

Östlich von Seeburg am Großen Lauternsee liegt der Ort Piszewo - Pissau/Waldensee. Es ist der Geburtsort des bekannten Rekord-Segelfliegers Ferdinand Schulz (18. 12. 1892 – 16. 6. 1929), der in Stuhm tödlich abgestürzt war. Er war das älteste von zwölf Kindern und wurde wie sein Vater Lehrer und begeisterte sich für die Fliegerei. Aus dem ersten Weltkrieg kam er als mehrfach ausgezeichneter Leutnant und Führer einer Flugstaffel zurück. Er entdeckte die Eignung der Kurischen Nehrung bei Rossitten für den Segelflug und gründete dort eine Segelflugschule

Mehr lesen

Östlich von Seeburg am Großen Lauternsee liegt der Ort Piszewo - Pissau/Waldensee. Es ist der Geburtsort des bekannten Rekord-Segelfliegers Ferdinand Schulz (18. 12. 1892 – 16. 6. 1929), der in Stuhm tödlich abgestürzt war. Er war das älteste von zwölf Kindern und wurde wie sein Vater Lehrer und begeisterte sich für die Fliegerei. Aus dem ersten Weltkrieg kam er als mehrfach ausgezeichneter Leutnant und Führer einer Flugstaffel zurück. Er entdeckte die Eignung der Kurischen Nehrung bei Rossitten für den Segelflug und gründete dort eine Segelflugschule. Mit einem selbstgebauten Segelflugzeug, Besenstielkiste genannt, stellte er am 11. Mai 1924 mit einer Zeit von 8 Stunden und 42 Minuten einen Rekord im Dauerflug auf. Weitere Rekordflüge folgten: im Oktober 1925 steigerte er auf der Krim die Dauerflugzeit auf 12 Stunden und 6 Minuten und erreichte eine Rekord-Flughöhe von 435 Metern. Am 3. Mai 1927 gelang ihm mit 455,8 km ein Pendelstreckenrekord bei einer Rekordflugzeit von 14 Stunden und 7 Minuten und dabei mit einer Rekordgeschwindigkeit von 54,45 km/h auf einer Strecke von 10 Kilometern. 1928 kam er als Volksschullehrer nach Marienburg und wurde Chefpilot im dortigen Westpreußischen Verein für Luftfahrt e. V.

Als er anlässlich der Einweihung eines Kriegerdenkmals in Stuhm über dem Marktplatz einen Kranz abwerfen wollte, brach auf einer Seite des Motorflugzeugs, ein Hochdecker mit dem Namen „Marienburg“, die Tragfläche ab und Ferdinand Schulz stürzte zusammen mit seinem Co-Piloten Kaiser in den Tod. Er fand seine letzte Ruhe auf dem Waldfriedhof von Heilsberg. In Nidden auf der litauischen Seite der Kurischen Nehrung erinnert seit 1998 ein zweisprachiges Denkmal an den Flugpionier.

 
 
©2005 - 2011 www.ostpreussen.net, powered by dev4u®-CMS
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren