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Pfarrkirche St. Peter und Paul und katholische Kirche Zum Guten Hirten


Eine Kirche aus Holz errichtete man bereits 1528. Als man diese 1605 - 1611 durch eine aus Stein ersetzte, gestaltete man sie immer noch im gotischen Stil mit schönen, massiven acht- und zwölfstrahligen Rippengewölben. Damit wurde sie die letzte gotische Kirche in diesem Teil Ostpreußens, denn damals war in Westeuropa sogar die Renaissance bereits im Abklingen.

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Eine Kirche aus Holz errichtete man bereits 1528. Als man diese 1605 - 1611 durch eine aus Stein ersetzte, gestaltete man sie immer noch im gotischen Stil mit schönen, massiven acht- und zwölfstrahligen Rippengewölben. Damit wurde sie die letzte gotische Kirche in diesem Teil Ostpreußens, denn damals war in Westeuropa sogar die Renaissance bereits im Abklingen. Die Wappen der Amtshauptleute Friedrich Burggraf und Graf zu Dohna und Andreas v.Creytzen, die von 1589 - 1607 bzw von 1607 - 1613 in Angerburg regierten und in dieser Zeit sowohl den Grundstein für die neue Kirche legten als auch die Baumaßnahmen vollendeten, wurden über der Eingangspforte des Turms eingemeißelt. Die Grabplatten der Amtshauptleute v. Creytzen und zu Dohna sowie des Probstes Helwing wurden inzwischen restauriert und sollen von außen in den Innenraum verlegt werden.

Mit finanzieller Unterstützung von König Friedrich Wilhelm I. erweiterte man zur Zeit des Generals v. Katte 1729 die Kirche durch Anbau von Querflügeln. Dabei wurden aber die neuen Kreuzgewölbe aus Holz und die Rippen in Stuck ausgeführt. Den Turm erhöhte man 1741 (Wetterfahne 1743), seine Haube mit Laterne wurde 1826 aufgesetzt.

Ausstattung:

    • Der Altar im Innern mit drei Stockwerken ist die Arbeit einer Königsberger Werkstatt von 1652.
    • Das einstige Altarbild des Malers Pfannenschmidt, einen segnenden Christus darstellend, hängt jetzt in einem aufwendigen Rahmen links neben dem Chor.
    • Kanzel von 1610 - 1620, Kanzeldeckel etwas jünger, Treppe mit Tür um 1715 neu gestaltet.
    • Orgel1647/48 von Orgelbauer Joachim Thiele aus Rastenburg,
    • Orgelprospekt mit Flügeln, von Johannes Großmann und Merten Küßner bemalt, derbe Figuren mit Musikinstrumenten Mitte 17. Jh., insgesamt einer der wenigen Orgelporspekte des 17. Jhs. in dieser Gegend.
    • Beichtstühle von 1696 und 1715 mit Schnitzwerk und Bemalung.
    • Emporen und Gestühl aus dem 17. und Anfang 18. Jh.
    • Kronleuchter von 1634.
    • Im Nordschiff befindet sich noch die Grabplatte des Amtshauptmanns Hans Georg v. Auer, gest. 1659.
    • Glocke von 1638

Die katholische Kirche "Zum guten Hirten" wurde 1913 gebaut. Ihr 100jähriges Bestehen wurde am 9. Juni 2013 mit einem großen Festgottesdienst und vielen Gästen gefeiert.[1]


[1] Nachrichten aus Angerburg, Oprbl. Nr. 28/2013 (13. Juli), S. 18

 
 
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