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Salzburger Kirche

Neubau 1839 - 1840 anstelle einer Anlage von 1752 - 1754, der 1838 wegen Baufälligkeit abgetragen werden mußte; einfacher, spätklassizistischer Saalbau unter Schinkel-Einfluß. Die neue Kirche wurde am 15. Oktober 1840 eingeweiht. Im Januar 1945 erlitten die Salzburger Anstalt und die Kirche bei den schweren Kämpfen um Gumbinnen starke Beschädigungen, ohne dass das die Kirche vollständig ruinierte. Anschließend nutzte die russische Straßenbauverwaltung die Kirche - ohne Turm, mit einem notdürftigen Dach versehen - als Kfz-Ersatzteillager.

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Neubau 1839 - 1840 anstelle einer Anlage von 1752 - 1754, der 1838 wegen Baufälligkeit abgetragen werden mußte; einfacher, spätklassizistischer Saalbau unter Schinkel-Einfluß. Die neue Kirche wurde am 15. Oktober 1840 eingeweiht. Im Januar 1945 erlitten die Salzburger Anstalt und die Kirche bei den schweren Kämpfen um Gumbinnen starke Beschädigungen, ohne dass das die Kirche vollständig ruinierte. Anschließend nutzte die russische Straßenbauverwaltung die Kirche - ohne Turm, mit einem notdürftigen Dach versehen - als Kfz-Ersatzteillager.

In neuerer Zeit gelang es, die russischen Behörden dafür zu gewinnen, das Kirchlein zu restaurieren und zu einer deutsch-russischen Begegnungsstätte zu machen, wobei ein kleines Salzburger Museum, eine Bibliothek und eine Sozialstation vorgesehen werden sollten. Das Bundesministerium des Innern beteiligte sich mit 1 Mio DM an den dabei entstehenden Kosten von 1,3 Mio DM, wobei lokale Unternehmen und Materialien zum Einsatz kamen. Der Westdeutsche Salzburger Verein stiftete etliches Baumaterial, z. B. echten Schiefer für den Turm, kupferne Dachrinnen und Fallrohre. Federführend für die Restaurierung war die Architektin Dorothea Ossenberg-Engels.

Am 31. 10. 1995 wurde die Salzburger Kirche in Gumbinnen in Anwesenheit des Vertreters der Stiftung Salzburger Anstalt Gumbinnen, kirchlicher Würdenträger aus Nordostpreußen und Deutschland sowie des Abgesandten des BMI feierlich eingeweiht. Als Symbol des Fortbestands pflanzte man vor der Kirche ein Apfelbäumchen. In der Ostwand des Chors ist eine Glasmalerei eingefügt, die eindrucksvoll die Vertreibung der Salzburger im Jahr 1731/32 zum Thema hat.

Anschließend ging man daran, unmittelbar neben der Kirche eine Diakoniestation zu errichten. Diese konnte am Pfingstmontag 1998 eingeweiht werden.

 
 
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