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Frühes Ende einer Kindheit

Eine Ostpreußin erinnert an Flucht und Vertreibung durch Chaos und Tod
von Helga Martin
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BoD, Norderstedt 2008, broschiert, 144 Seiten, € 9.20


Helga Martin berichtet in ihrem Buch „Frühes Ende einer Kindheit“ über ihre Heimat Ostpreußen, den 2. Weltkrieg und die Flucht ihrer Familie. Der Gutshof ihrer Eltern, wo die kleine Hella eine idyllische Kindheit verlebt, wird von einer weitläufigen Familie bewirtschaftet. Als der Vater 1939 eingezogen wird, ahnt noch niemand, dass dies der Anfang eines Endes mit Schrecken werden würde. Doch die Rote Armee rückt schließlich ein. Die Familie kann gerade noch durch Chaos und Tod nach Königsberg fliehen.

Nach dem Ende der Kämpfe kehrt die Mutter als Kriegerwitwe mit ihren drei kleinen Kindern unter abenteuerlichen Umständen zurück nach Hause und darf das Gehöft schlecht und recht weiter bewirtschaften. In diesem Abschnitt geht Helga Martin über die gängigen Schwarz-Weiß-Schemata hinweg und schildert hilfsbereite und freundliche Menschen russischer und deutscher Nationalität.

Doch als sie mit der von Zwangsarbeit und Krankheit geschwächten Mutter und den beiden Geschwistern in die Sowjetische Zone Deutschlands ausreisen dürfen, erscheint ihr das als Befreiung. Aber in dem Dorf nahe Chemnitz, wo sie landen, sind sie nicht willkommen. Sie reisen später nach Westdeutschland aus und es gelingt endlich ein Neuanfang.

Das Buch repräsentiert keine große Literatur, ist jedoch eine sehr persönliche Dokumentation.

(Buchbesprechung von Christoph Kaupat in PAZ Nr. 38/2008, S. 12)

 
 
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