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Das Königsberger Schloss

Eine Bau- und Kulturgeschichte, Band I und II, mit vielen neuesten Erkenntnissen und bisher unveröffentlichtem Bildmaterial. Eine Auftragsarbeit der Stadtgemeinschaft Königsberg (Pr) von Wulf D. Wagner
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Band I: Von der Gründung bis zur Regierungs Friedrich Wilhelms I. (1255 - 1740), von Wulf D. Wagner, Schnell + Steiner Verlag, Regensburg 2008
(ISBN-Nr.: 978-3-7954-1936-3)

Band II: Von Friedrich dem Großen bis zur Sprengung (1740 - 1967/68). Das Schicksal seiner Sammlungen nach 1945, von Wulf D. Wagner und Heinrich Lange
(ISBN-Nr.: 978-3-7954-1953-0)

Königsberg - neben der Marienburg die prächtigste Burg des Deutschen Ordens - wurde 1457 Hochmeistersitz. Nach der Säkularisation des Ordensstaates 1525 entwickelte sich hier unter Herzog Albrecht einer der frühen deutschen Renaissancehöfe mit dem ersten Lustgarten Brandenburg-Preußens. Der von Albrechts Nachfolger, Georg Friedrich, in Auftrag gegebene Westflügel nahm damals den größten Festsaal Nordeuropas auf. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Hofhaltung zeitweise von Berlin nach Königsberg verlegt. Schließlich ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm das Schloss im Stil des niederländischen Barock umgestalten. Nach seiner Krönung gab Friedrich I. den Umbau des Ostflügels in eine barocke Dreiflügelanlage in Auftrag. Mit dem Baustopp durch König Friedrich Wilhelm I. 1713 endete die Geschichte des Schlosses als Residenz, doch blieb es Verwaltungsmittelpunkt der Provinz.

Der zweite Band beginnt mit der Huldigung Friedrichs II. und vergegenwärtigt die wechselvolle Geschichte des Schlosses als Sitz des russischen Gouverneurs, als Wohnung von Königin Luise seit 1806 oder Kaiser Wilhelm II. bei seinen zahlreichen Besuchen. Die beiden hier behandelten Jahrhunderte sind sowohl durch den Verfall des Bauwerks wie durch großaartige Umbauentwürfe gekennzeichnet. Die Krönung Wilhelms I. 1861 steht im Mittelpunkt der Ereignisse. Nach 1918 wurde das Schloss zu einem überregional bedeutenden Museum ausgebaut und in den dreißiger Jahren als Ort von Parteiversammlungen und Propagandaveranstaltungen genutzt. Der Band schließt mit einem Beitrag von Heinrich Lange zur Zerstörung des Schlosses und zum Schicksal seiner Sammlungen nach 1945

(Königsberger Bürgerbrief, Winter 2007, S. 80)
 
 
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