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Christian Papendick

Der Norden Ostpreußens. Land zwischen Zerfall und Hoffnung Husum Verlag/2009
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Christian Papendick: Der Norden Ostpreußens. Land zwischen Zerfall und Hoffnung - Husum Verlag/2009

Papendick, der als Junge seine Heimatstadt Königsberg verlassen musste, schwankt zwischen Resignation und Hoffnung. Denn bis zum heutigen Tag tun die Russen insgesamt zuwenig für den Erhalt der Baudenkmäler aus deutscher Zeit. Dagegen wird in den baltischen Staaten und im zu Polen gehörenden südlichen Ostpreußen viel für die historische Bausubstanz getan. Dabei gibt es in der Oblast Kaliningrad erhebliche Unterschiede zwischen dem Zentrum Königsberg und dem umgebenden Land.

Noch vor zwanzig Jahren war das russische Interesse am Erhalt von Bauten aus deutscher Zeit höchst gering und auch heute tut man sich mit den Regeln des Denkmalschutzes noch recht schwer. Doch in den Villenvierteln von Königsberg, in den Hufen und Amalienau, aber auch in Maraunenhof, ist das Interesse an der Restaurierung ungeheuer gewachsen. Besonders die Jugend interessiert sich sehr für die Geschichte des Landes, und es gibt Bestrebungen, die Stadt in etwa in dem Stil wieder aufzubauen, wie sie mal gewesen ist. Die Bevölkerung steht voll dahinter.

Wie immer die Dinge im Oblast Kaliningrad weitergehen werden, Papendicks Buch ist als Versuch zu werten, etwas von der 700-jährigen deutschen Geschichte im nördlichen Ostpreußen für das kollektive Gedächtnis zu retten.

(Rezension von Jochen Thies im Deutschlandradio Kultur am 19. 7. 2009)

 
 
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