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Pfarrkirche Peter und Paul

Die Ordenskirche in der Nähe der ehemaligen Stadtmauer und unweit des alten Rathauses wurde 1305-1312 ähnlich einer Basilika dreischiffig gebaut. Um 1330 und in den 1340er Jahren erweiterte man sie durch Anbau des Chors im Osten und des Turmunterbaus mit Sakristei im Nordosten. Der Turm ist vom 3. Viertel des 14. Jhs., hat ein Satteldach mit Staffelgiebeln und einen Südgiebel von 1836. Die Vorhalle im Norden mit erneuerter Giebelfront, innen mit einfachem Kreuzgewölbe, ist wohl zusammen mit dem Langhaus entstanden. Die Sakristei hat innen ein Kreuzrippengewölbe und spitzbogige Fenster in der Ostwand.

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Die Ordenskirche in der Nähe der ehemaligen Stadtmauer und unweit des alten Rathauses wurde 1305-1312 ähnlich einer Basilika dreischiffig gebaut. Um 1330 und in den 1340er Jahren erweiterte man sie durch Anbau des Chors im Osten und des Turmunterbaus mit Sakristei im Nordosten. Der Turm ist vom 3. Viertel des 14. Jhs., hat ein Satteldach mit Staffelgiebeln und einen Südgiebel von 1836. Die Vorhalle im Norden mit erneuerter Giebelfront, innen mit einfachem Kreuzgewölbe, ist wohl zusammen mit dem Langhaus entstanden. Die Sakristei hat innen ein Kreuzrippengewölbe und spitzbogige Fenster in der Ostwand.

Die Treppentürmchen zwischen Chor und Turm mit ihrem heutigem Zugang sind von 1843. An der Südwand erfolgte 1729 der Anbau des Wiesenschen Chors durch Johann Caspar Hindersin. Daneben gibt es in der Mitte der Wand ein vermauertes Portal, ebenso wie in der Westwand. Diese Wand verfügt über ein hohes spitzbogiges Mittelfenster und ein reich gegliedertes, spitzbogiges Portal. Darüber erhebt sich ein Giebel, der wohl aus dem 15. Jh. stammt.

Ihre endgültige äußere Gestalt bekam die Kirche in der 2. Hälfte des 14. Jhs. Dachabdeckung und Dach des Langhauses sind aus dem 19.Jh.

Im Innern erhielten die Seitenschiffe im Jahr 1503 Zellengewölbe, installiert von Meister Matz aus Danzig, das Hauptschiff allerdings erst 1895. Dieses im letzten Krieg verloren gegangene Gewölbe wurde inzwischen wieder neu geschaffen.

An der Nordecke in Emporenhöhe erkennt man die Tür eines ehemals zur Burg führenden Übergangs, vermutlich aus dem 16. Jh. Ab 1544 erfolgte der Einbau einer Empore, um 1560 auch an der Nordseite, und von Zunftgestühl.

Schon 1930/31 und dann 1949 wurden im Chor mehrere Wandmalereien vom Ende 15. Jhs. zu Tage gefördert, an der Südwand die 14 Nothelfer, 3 Heilige und ritterliche Stifterfiguren aus der 2. Hälfte des 15. Jhs., eine Stifterin mit Inschriftenband vom Anfang 16. Jh., dazwischen Stadtansicht. Das Mittelschiff wurde im 17. Jh. mit dekorativer hellblauer Rankenmalerei ausgestaltet.

Ausstattung:

 Der Altar entstand zur Zeit des 30jährigen Krieges. Den Altaraufsatz, der bis in eine Höhe von 12 m reicht und von Peter und Paul, den Schutzheiligen der Kirche getragen wird, schuf um 1690 der Bildschnitzer Gellert aus Nürnberg

 Die 3 erhaltenen Seiten des Altaraufsatzes mit Darstellungen des Zuges der Israeliter durch das Rote Meer, der Arche Noah und des Reinigungsbades Naaman im Jordan wurden nach 1945 zu Wandbänken umgearbeitet

 An der Wand des Chors hängt das wertvolle, 3 m hohe Kruzifix aus dem letzten Drittel des 14. Jh., das sich früher in der Turmhalle befand.

 Die Seitenaltäre sind Zusammenbauten von Altären anderer Kirchen, so z. B. von Elementen des Altars der Lutherkirche in Insterburg

Kanzel vom Ende des 17. Jhs. mit reich geschmücktem Schalldeckel von 1730

Taufkammer um 1680, vielleicht von dem Bildschnitzer Gellert aus Nürnberg wie der Altaraufsatz

Doppelorgel von 1705, gearbeitet von Matthias Obuch

 Nahe dem Hochaltar findet man noch die Renaissance-Grabplatten von Peter zu Dohna (gest. 1553) und seiner Frau Katharina von Zehmen (gest. 1558). Weiterhin Epitaphien für Henriette Amalia Burggräfin zu Dohna (gest. 1655), Johanna Elisabeth Burggräfin zu Dohna mit Bildnis der Verstorbenen und Stammbaumrahmen (gest. 1694) und Johanna Borck mit Auferstehung Christi und kniender Familie (gest. 1591).

 Früher hing in der Kirche ein großes, gemaltes Epitaph der Familie Dohna, das man irgendwann in die Kirche von Schlobitten überführt hatte. Es befindet sich heute im Museum von Allenstein.

 2 Weihwasserbecken aus Granit, 14. Jh.

 Eine Glocke der Kirche fand sich auf dem Glockenfriedhof in Hamburg wieder. Sie läutet heute im barocken Turm des Zisterzienser-Nonnenklosters in Medingen, Niedersachsen
Die Kirche dient heute als St. Josef der katholischen Gemeinde als Gotteshaus

Einst evangelische Kirche in Mohrungen
Turm der Kirche
Kircheneingang 2009 (Frederik Blattgerste)
Altar 2009 (Frederik Blattgerste)
Kirchenschiff 2009 (Frederik Blattgerste)
Inneres der Kirche nach Westen
Kruzifix, Ende 14. Jh., Aufnahme 1948
 
 
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