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Polnische Kirche, Synagoge und Katharinenkirche

Südöstlich neben der Georgskirche steht eine schmucklose Kapelle ohne Turm, die einst als„Polnische Kirche“ der masurisch sprechenden Bevölkerung bis in den 2. Weltkrieg hinein für Gottesdienste zur Verfügung stand und heute als St. Johannes der evangelischen Kirche dient.

In einem Fachwerkanbau und dem Obergeschoß des 1546 aufgestockten und 1565 bis an die Stadtmauer erweiterten Gebäudes auf der alten Kirchhofsmauer von 1480 war einst die 1545 begründete Rastenburger Schule sowie deren Rektor untergebracht. Die ursprüngliche Anlage wurde 1691 nach Norden erweitert und 1817 umgebaut.

Innen wird der Kirchenraum von einer weißen Holztonne überwölbt.

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Südöstlich neben der Georgskirche steht eine schmucklose Kapelle ohne Turm, die einst als „Polnische Kirche“ der masurisch sprechenden Bevölkerung bis in den 2. Weltkrieg hinein für Gottesdienste zur Verfügung stand und heute als St. Johannes der evangelischen Kirche dient.

In einem Fachwerkanbau und dem Obergeschoß des 1546 aufgestockten und 1565 bis an die Stadtmauer erweiterten Gebäudes auf der alten Kirchhofsmauer von 1480 war einst die 1545 begründete Rastenburger Schule sowie deren Rektor untergebracht. Die ursprüngliche Anlage wurde 1691 nach Norden erweitert und 1817 umgebaut.

Innen wird der Kirchenraum von einer weißen Holztonne überwölbt.

Ausstattung:

Kanzel und Altar von 1691 wie auch die Empore sind bemerkenswert.

• Außerdem befindet sich jetzt hier der lebensgroße, früher in der Georgskirche hängende gotische Kreuzesheiland aus dem 16. Jh., der allerdings als nur mäßiges Kunstwerk beurteilt wird

• Auf der Empore hat die alte Bäslacker Orgel seit 2004 einen Platz gefunden. Sie war vornehmlich durch Spenden restauriert.worden[1].

Die neue Synagoge, die 1916 gebaut wurde, fiel 1938 dem Nazi-Progrom zum Opfer. Dagegen existiert noch das Gebäude der vorherigen alten Synagoge am Rollberg, heute ul. Zjazdowa, gelegen in dem Gebäuderiegel zwischen Ordensburg und Polnischer Kirche Am 18. 9. 2017 brachte man an der Synagoge eine Gedenktafel an, gespendet von ehemaligen Einwohnern Rastenburgs, mit der Aufschrift: „Diese Haus diente den Mitbürgern Jüdischen Glaubens von 1853 bis 1916 als Synagoge“. Bis 1920 nutzte die jüdische Gemeinde das Gebäude noch weiter, doch dann wurde es an drei Personen, vermutlich Baptisten, bis 1926 verpachtet. 1925 kaufte die Baptistische Gemeinde die Synagoge und bauten sie für ihre eigenen Bedürfnisse um. Von der alten Synagoge blieben die auf zwei Säulen gestützte Frauenempore, die Fenstereinfassungen im Vorraum und die zentrale Thora-Nische erhalten. Nachdem die Baptisten nach dem 2.Weltkrieg eine neue Kirche errichteten, wurde die alte Synagoge 1988 zum Abriss bestimmt. Der Pastor der Christen evangelischen Glaubens, Zygmunt Jakubowski, kaufte sie jedoch für 500 $ und sicherte damit ihr Überleben. Heute werden die Räumlichkeiten der einstigen Synagoge von der Christlichen Gemeinschaft der Pfingstler genutzt .[2]

In der Neustadt existierte bis 1820 die ordenszeitliche Katharinenkirche, die man dann wegen Baufälligkeit abreißen musste. Als Nachfolger der Ordenskirche entstand 1895/96 auf einem neuen Gelände die jetzige Katharinenkirche mit finanzieller Unterstützung der katholischen Ermländer im Stil der Neogotik nach Plänen des seinerzeit in Ostpreußen viel beschäftigten Architekten Fritz Heitmann. Sie ist innen einfach ausgestattet, neogotisch von 1904.



[1] Edith Kaes in Heimatbrief Rastenburg, Dezember 2007, S. 415
[2] Paul Nickel, Geschichte der Juden Rastenburgs, Masurische Storchenpost, Oktober 2017, S. 38

Johanniskirche 2012(Schneider)
Alte Synagoge 2015
 
 
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