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Geschichte von Srokowo - Drengfurth

Am Fuße des 157 m hohen Fürstenauer Teufelsberges (Diabla Gòra), auf dem ein Bismarckturm aus roten Ziegeln thront, und entlang des Ufers der Omet (Omet) wurde ein Angerdorf gegründet, das 1387 die Handfeste erhielt. Die junge Siedlung entwickelte sich auch ohne den Schutz durch eine Burg recht günstig, so daß Hochmeister Konrad von Jungingen 1405 das Stadtprivileg ausfertigen lassen konnte.

Als Folge der starken finanziellen Anspannungen des Ordens insbesondere nach dem Städtekrieg (1454 - 1466) mußte Drengfurth 1469 an den Söldnerhauptmann Peter Siegelvoith verpfändet werden.

In die sonst ruhige Entwicklung des Städtchens brachten die Schwedisch-Polnischen Kriege einen tiefen Einschnitt. 1635 wurde die Stadt von schwedischen Söldnern ausgeplündert und zerstört und 1657 zerstörten die Tataren die Ackerbürger- und Handwerkersiedlung sehr gründlich. Neben der Kirche wurden viele Bürgerhäuser niedergebrannt. Etliche Einwohner verloren ihr Leben. Um den Wiederaufbau zu fördern, wurde die Stadt in der Folgezeit von Steuern befreit.

Dann aber setzte sich die ruhige Entwicklung der Stadt bis in unsere Tage fort. Allerdings gab es immer wieder große Stadtbrände, sieben Mal zwischen 1521 und 1933 wurden teils große Abschnitte der Stadt zerstört. 1939 hatte Drengfurth 2.289 Einwohner.

Im 2. Weltkrieg gingen etliche Bauten in Drengfurth verloren und das Stadtrecht wurde danach kassiert.

Nach dem 2. Weltkrieg erhielt die Stadt einen Namen, der sich von dem Vorsitzenden der polnischen Umbenennungskommission, Stanislaw Srokowski, Geograph und Diplomat, ableitete, die 1945 damit beauftragt war, für die alten deutschen Namen der Städte und Dörfer möglichst polnisch klingende neue Bezeichnungen zu finden.[1]



[1] Der Kreis Rastrenburg in der Vergangenheit, Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen, 2018, S. 10

Drengfurther Höhen
 
 
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