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Lesniki - Waldhof am Nordenburger See

Das kleine Gut Waldhof von gut 200 ha wurde 1844 von Eduard Hasford (1797 – 1871) als Vorwerk des Gutes Raudischken gegründet. Etwa Mitte des 19. Jhs. errichtete man ein Verwalterhaus, das zum Gutshaus wurde, als man das Vorwerk 1874 in einen eigenen Gutsbezirk für den Sohn William Hasford (geb. 1846) umwandelte. Nach 1907 ging der Familie das Gut verloren und vor allem bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs wechselten sich verschiedene Eigentümer ab. In den 1930er Jahren übernahm Wilhelm von Zelasinsky (1901/03 – 1977), Sohn des Gutsherrn in Possessern, Kreis Angerburg, Gut Waldau. Nach dem Attentat auf Hitler 1944 verhaftete man Wilhelm von Zelasinsky kurzeitig wegen des Verdachts der Teilnahme am Attentat, konnte ihm aber nichts nachweisen. Schon vor der Erteilung des Treckbefehls flüchtete er mit einem Teil der Gutsleute und gelangte selbst bis in den Westen des Reichs. Andere Gutsleute gelangten ab dem 21. Januar 1945 über Königsberg und Peise mit dem Schiff bis nach Dänemark.

Die Gutsgebäude in Waldhof blieben vom Krieg unversehrt und haben sich als Teil einer Kolchose bis heute erhalten. Die Bahngleise hat man nach 1945 abgebaut.

Details zu Waldhof siehe Wulf D. Wagner „Kultur im ländlichen Ostpreußen – Geschichte, Güter und Menschen im Kreis Gerdauen“, Band II, Husum Verlag 2008, S. 1227 - 1228

 
 
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