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Siedlungs-, Verwaltungs- und Sozialgeschichte der Komturei Königsberg im Deutschordensland Preußen

Dissertation von Grischa Vercamer

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Rezension von Michael Menzel in "sehepunkite - Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften (über Lutz Szemkus, 20. 4. 2012).

Die Dissertation stammt unmittelbar aus einem Zentrum der Deutschordens-Forschung, aus der Schule von Bernhart Jähnig an der Freien Universität Berlin. Vercamer verfolgt mit seinem umfangreichen Werk ein doppeltes Ziel. Einerseits liefert er eine Mikrostudie der Königsberger Komturei, die landeshistorisch eine in sich abgeschlossene Einheit bildete. Die Komturei war als Verwaltungssitz des Obersten Ordensmarschalls von hervorragender wirtschaftlicher und militärischer Bedeutung und empfiehlt sich zudem durch umfassend überlieferte Urkunden- und Güterverzeichnisse von der Quellenseite her. Besonders glücklich für den langen Untersuchungszeitraum, den Vercamer sich setzt, ist der Umstand, dass sie über den Zweiten Thorner Frieden von 1466 hinaus im Gegensatz zu den westlichen Komtureien wie Elbing und Danzig im Ordensbesitz blieb und unmittelbar bis zur Zeit der Umwandlung in ein weltliches Herzogtum 1525 die mittelalterlichen Strukturen behielt. Auf der anderen Seite versucht der Autor über das engere Thema hinauszugreifen. Er stellt die Geschichte der Komturei in den europäischen Zusammenhang der Ostsiedlung, um vergleichend vor allem zu siedlungshistorisch übergreifenden Aussagen zu kommen.

 
 
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