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Beate Szillis-Kappelhoff, Prußen - die ersten Preußen

Geschichte und Kultur eines untergegangenen Volkes

Bublies Verlag, ISBN 978-3-937820-00-2, Preis: 19,80 €

Beate Szillis-Kappelhoff widmet sich in dieser ersten umfassenden Darstellung der Geschichte und Kultur der Prußen, jenem geheimnisvollen Volk, das dem späteren Staat Preußen seinen Namen gab.

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Verlagstext:

Über viele Jahhunderte verteidigten die Prußen, die zur baltischen Sprachfamilie gehörten, tapfer und zäh ihr Siedlungsgebiet zwischen der Weichsel und der Minge, also dem späteren West- und Ostpreußen. Schon zu Beginn des 11. Jahrhunderts hatten sich die Prußen stetig zunehmender Übergiffe der Polen zu erwehren, die eine Verbindung zur Ostsee suchten. Als sie zu Beginn des 13. Jahrhunderts aus der reinen Verteidigung zu Vergeltungsschlägen gegen das nordpolnische, masowische Gebiet übergingen, rief der polnische Herzog Konrad von Masowien den Deutschen Orden um Hilfe. Im Laufe des 13. Jahrhunderts gelang es den Rittern des Deutschen Ordens in einem besonders brutal geführten Eroberungskrieg, die Prußen zu besiegen und schließlich zu christianisieren. Aber es dauerte noch Jahrhunderte, bis die Sprache und Kultur der Prußen durch Unterdrückung, Missionierung und Assimilation verloren gingen. Dieses Buch begibt sich auf die Spurensuche nach der versunkenen Kultur des einst so kämpferischen und stolzen Volkes der Prußen.

Reinhard Grunenberg, Tolkemita:

Ein neueres Buch über die Urbevölkerung Ostpreußens war schon länger fällig gewesen. Die Geschichte diees baltischen Volkes ist nicht ausreichend bekannt und oft von Unkenntnis und Verdrängung geprägt. So werden die Prußen und ihre Gemeinsamkeiten mit den Deutschen lediglich als Assimilation gekennzeichnet, die lange Geschichte davor ist verloren gegangen. Die meisten Organisationen und Institute, die sich heute mit Preußen bezeichnen, bieten wenig von der ursprünglichen Geschichte dieser Volksgruppe und es ist erfreulich, dass jetzt mit diesem Buch weitreichende Informationen zur Verfügung stehen.

Beate Szillis-Kappelhoff, in den Tagen der Flucht aus OIstpreußen geboren, nutzte die neuen Medien, um Menschen für das prußische Erbe zu interessieren, das nun vorwiegend auf mündliche Berichte der Geflüchteten angewiesen war. Ihre fundierten Kenntnisse in prußischer Geschichte und prußischer Sprache machten sie zu einer gesuchten Expertin, die gerne von Forschern befragt wird. Bei Politikern und institutionellen Formationen sind ihre Ansichten nicht so beliebt, weil sie durch ihre Sicht auch dem prußischen Teil der Gesellschaft ein Mitspracherecht einräumt.

Ihr Buch bringt die Geschichte daher vor allem aus prußischer Wahrnehmung, was diese Abhandlung besonders wertvoll macht, weil sich Bücher über Preußen bisher fast nur mit den Ansichten von deutschen, polnischen, russischen, litauischen und anderen Ländern befassten, die nach dem 2. Weltkrieg an der Vertreibung der Menschen beteiligt waren, die Gedanken und Empfindungen der prußischen Hauptbeteiligten aber außer Acht lkießen.

Für Heimatforscher bringt Frau Szillis-Kappelhoff eine Fülle von Einzelheiten, die dank ihres sprachlichen Materials stets mit Erklärungen über den Ursprung der Wörter versehen sind. Die Zeittafel zeigt die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des Landes Preußen, das erst ab 1773 zu einer Provinz "Ostpreußen" umgewandelt wurde. In den Literaturangaben findet sich die Fülle des vorhandenen Materials auf das sich Frau Szillis-Kappelhoff bezogen hat und das hoffentlich die Leser anregen wird, sich ihrer zu bedienen (Tolkemita Mitteilungen, II 2012, S. 56/57)


 
 
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