Deutsch Polnisch Russisch 
 

Gerfried Horst "Die Zerstörung Königsbergs"

Eine Streitschrift
Broschur, 12 x 19 cm
394 Seiten, 14,90 €
ISBN 978-3942437-25-7
Verlag OEZ Berlin - Osteuropa Zentrum

Mehr lesen

In den Nächten vom 26. auf den 27. und vom 29. auf den 30. August 1944 war Königsberg eine der deutschen Großstädte, deren Innenstadt von der britischen Luftwaffe nach wissenschaftlich entwickelter Methode mit der erfolgreichen Reihenfolge von Luftminen, Brand- und Phosphor-, Napalm- und schließlich Spreng- und Splitterbomben, auch mit Zeitzündern, vernichtet wurde. Die Zerstörung Königsbergs ist heute, insbesondere international, völlig unbekannt.

Gerfried Horst führt aus, dass die Zerstörung deutscher Städte und die gezielte Tötung ihrer Bewohner keine notwendige Folge des Krieges mit England gewesen ist. Dabei geht es ihm nicht darum, die Engländer wegen Kriegsverbrechen anzuklagen, sondern darzulegen, dass sie der falschen Theorie gefolgt sind, wonach man einen Krieg durch Angriffe auf die Zivilbevölkerung gewinnen könne.

Zwar unterscheidet seit 1907 die Haager Landkriegsordnung zwischen Kämpfenden und Zivilisten, deren Leben und Eigentum im Krieg möglichst zu schützen seien. Sowohl der britische Premierminister Chamberlain 1938 als auch der amerikanische Präsident Roosevelt bestätigten diese Grundsätze in ihren Appellen. Doch schon einen Tag nach dem Amtsantritt Winston Churchills als britischer Premierminister am 11. Mai 1940 beschloss seine Regierung unbegrenzte Luftangriffe auf Städte in Deutschland, noch bevor Deutschland das in England tat. Die Flächenbombardierungen richteten sich in erster Linie gegen Wohngebiete deutscher Arbeiter, sollten möglichst viele Menschen töten, die Kampfmoral der Bevölkerung schwächen und gegen den NS.-Staat aufbringen. So würde auch die Industrie zum Erliegen kommen.

Diese Kalkulation ging jedoch nicht auf. Die Arbeiter wurden motiviert, die entstandenen Schäden schnellstens zu beseitigen und die Bevölkerung rückte dichter an die Nazis heran und stabilisierte damit das System.

(Nach der Vorlage einer Rezension von Klaus Plorin in GEO-Rundbrief der Gemeinschaft evangelischer Ostpreußen e. V. , Nr. 3/2014 - September)

 
 
©2005 - 2011 www.ostpreussen.net, powered by dev4u®-CMS
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren