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Gutshaus in Ponary - Ponarien

Ponarien wurde erstmals 1334 urkundlich erwähnt . Der Name Po-Narien bedeutet „am Nariensee“. 1337 verlieh der Oberste Spittler und Komtur von Elbing, Siegfried von Sitten, den Prußen Neosude, Allemannyn und Hannus 7 Hufen in der Gegend von Ponarien mit der kleinen Gerichtsbarkeit und mit der Fischereiberechtigung im Nariensee.

Das Gut befand sich im 16. Jh. im Besitz der Familie Behrenreuter, im 17. Jh. der Familie Schoultz von Ascherade. 1646 erwarb Achatius von Kreytzen[1] und Ende des 17. Jhs. kaufte Friedrich von der Groeben (1645 - 1712) auf Groß Schwansfeld das Gut, richtete hier ein Majorat ein und vererbte es seinem Neffen Heinrich Wilhelm von der Groeben. In dieser Familie blieb es bis 1945. Auf der Nordseite befindet sich noch ihr Wappen von 1743, über der Haustür das von 1893. Die Jahreszahl 1837 über der Tür an der Südseite des Hauses und die beiden Wappen beziehen sich auf die Hochzeit von Arthur von der Groeben mit Augusta Freiin von Dörberg. Zum Besitz gehörten 1.250 ha Land und der Nariensee.

Das Gutshaus unmittelbar am Nariensee (jez. Narie) entstand in der Zeit um 1650 unter Verwendung noch älterer Bauteile, wurde um 1860 spätklassizistisch umgebaut und um den rückwärtigen Querflügel ergänzt. Vielleicht bestand der Erstbau sogar in einem festen Haus des Ordens, denn im Erdgeschoß gibt es drei gewölbte Räume mit besonders starken Mauern, und möglicherweise hatte davor Weidewuto, 9. Sohn des Kimbernkönigs, hier seinen Sitz auf der „Veste Tolo“.

Das Gutshaus hat den Krieg äußerlich gut überstanden und wurde lange als Ferienheim der Firma METRON aus Thorn genutzt, die sich viel Mühe bei der Instandhaltung gab. Jetzt befindet es sich in Privatbesitz und soll zu einer exklusiven Pension ausgebaut werden.

Die - zerfallenden - beiden Torhäuser und der Stall stammen aus dem 17. Jh. Beachtenswert ist die Schmiede mit Arkadenvorbau und Glockentürmchen.

Die Straße von Ponarien in Richtung Reichau - Boguchwaly und weiter bis über Willnau - Wilnowo hinaus führt sehr malerisch am Nariensee entlang.

[1] Wulf D. Wagner, Gerdauen II, S. 1119

 
 
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