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Neue evangelische Stadtkirche

Mit den zwei Spitzen ihres rd. 50 m hohen Turms, die die Silhouette der Stadt Osterode stark prägen, ist die neue evangelische Kirche ein neogotischer Ziegelbau, der 1909 eingeweiht wurde. Der Grundriss ist kreuzförmig. Einschließlich der seitlichen Emporen gibt es Platz für 1.400 Kirchenbesucher. An den Seitenwänden der Kirchenbänke finden sich schöne Jugendstilornamente in den unterschiedlichsten Formen.

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Mit den zwei Spitzen ihres rd. 50 m hohen Turms, die die Silhouette der Stadt Osterode stark prägen, ist die neue evangelische Kirche ein neogotischer Ziegelbau, der 1909 eingeweiht wurde. Der Grundriss ist kreuzförmig. Einschließlich der seitlichen Emporen gibt es Platz für 1.400 Kirchenbesucher. An den Seitenwänden der Kirchenbänke finden sich schöne Jugendstilornamente in den unterschiedlichsten Formen.

Verantwortlich für den Bau der Kirche war Regierungsbaumeister Eitner. Der Backsteinbau mitKlosterformatsteinen und den gotischen Fenstern ahmt das Bild der Ordensbauten nach. Neben der Kirche entstanden die beiden hintereinander liegenden Pfarrhäuser, wobei sich im Untergeschoss mit Zugang von der Straße ein Gemeinde- bzw. Konfirmandensaal befindet.

Die Kirche samt Ausstattung kam unbeschadet über den letzten Krieg und dient auch heute noch den evangelischen Gläubigen der Region - etwa 500 Menschen - für ihre Gottesdienste.

Ausstattung

Die Kirche verfügt über drei Glocken, die 1909 vom Bochumer Verein I gegossen worden waren und noch original vorhanden sind. Die größte Glocke trägt die Inschrift: „Eine feste Burg ist unser Gott. Fürchte dich nicht.“, die mittlere: „Sei getrost, ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ und die kleine: „Eins ist not – Gott ist die Liebe“. Sie sind gestimmt in den Tonlagen „dis“, „fis“ und „a“ (ein-gestrichen) und wenn man die Töne in dieser Reihenfolge auf dem Klavier anschlägt, bekommt man einen Eindruck von ihrem Geläut.

Auf der Nordbrüstung befindet sich die Orgel, gebaut vom Elbinger Orgelbauer Wittek. Letzter Organistwar Lehrer Erich Grabowski (gest. 1984 in Krefeld), der auch Orgelkompositionen schuf, die aber leider weitgehend verloren gingen. Letzter deutscher Pfarrer und Superintendent ab 1937 war Hellmut Liedtke.

Heute teilen sich die Methodisten und Angehörige der Augsburger Konfession das Gotteshaus.

Ernst Theodor Amandus Litfaß (1816 – 1874), dessen nach ihm benannte Nachrichten-Säule nahe der Kirche steht, hat auch einen Bezug zu Ostpreußen: sein Vater stammte aus Königsberg!

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