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Lubomino - Arnsdorf

Bischof Eberhard von Neiße (1301 - 1326) schenkte seinem Bruder Arnold zwischen Guttstadt (Dobre Miasto) und Wormditt (Orneta) Land zur Kolonisierung und stellte der darauf angelegten Siedlung 1308 die Handfeste aus. Das Dorf nannte sich zunächst Arnoldsdorf, und daraus wurde dann Arnsdorf, das einst größte Dorf im Ermland. 1939 hatte es 1.365 Einwohner.

Die Pfarrkirche St. Katharina entstand an der Stelle eines Vorgängers aus Holz zwischen 1340 und 1370 mit Turm, ohne Chor. Sakristei mit

Tonnengewölbe im Norden, Vorhalle mit Kreuzrippengewölbe im Süden. Die letzten beiden Geschosse des Turms wurden erst 1480 vollendet. Das Zeltdach auf dem Turm ist ein Werk des 19. Jhs.

In der Mittelblende des östlichen Kirchengiebels befindet sich ein hölzernes Kruzifix von ca. 1740. Vor dem Turmeingang liegt eine Platte aus Stein mit der Jahreszahl 1771.

Das alte Kirchenschiff brannte 1807 aus und wurde wesentlich verändert wieder aufgebaut. Eine gründliche Renovierung erfolgte 1922. Der barocke Dachreiter trägt eine Wetterfahne mit dieser Jahreszahl.

Im Innern Flachdecke.

Ausstattung:

  • Den Hochaltar und die beiden Seitenaltäre, angefertigt etwa 1726 - 1730, verlagerte man von der 1809 abgebrochenen Jesuitenkirche von Braunsberg hierher und ergänzte bzw. veränderte sie 1816, vermutlich durch die Werkstatt Biereichel.
  • Von Meister Biereichel stammt auf jeden Fall die Kanzel, auch um 1816.
  • Kruzifix aus Holz von ca. 1525, wenn noch vorhanden
  • Weihwasserbecken aus Granit in der Turmhalle und in der südlichen Vorhalle aus dem 14. Jh.

Am Rande des Dorfes in Richtung Guttstadt ließ 1617 der vermögende Braunsberger Kaufmann Johann Meier oder Maier, der in Schottland geboren war, die Rochuskapelle errichten. Er hatte in Arnsdorf in seiner Jugend als Knecht gearbeitet und dankte auf diese Weise Gott für die günstige Wendung seines Schicksals - siehe Inschrift auf der Ostwand. Die Kapelle brannte am Ende des 2. Weltkriegs aus und wurde bis 1958 wieder aufgebaut. Die Ausstattung bestand im wesentlichen aus einer Statue des hl. Sebastian von ca. 1760, die möglicherweise vom Sebastiansaltar der abgebrochenen Jesuitenkirche in Braunsberg stammte, und einer Figur der Muttergottes vom Anfang 18. Jh.

 
 
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