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Sage von der geizigen Krügersfrau

Das Dorf Eichmedien, das bereits einige Jahre bestand, als es von Ulrich von Jungingen, Komtur von Balga, 1402 die Handfeste erneuert bekam, war Handlungsort einer Sage aus dem 15. Jh. Damals lebte im Dorf eine geizige Krügersfrau, die die Gäste betrog, indem sie das Bier verdünnte und bei trunkenen Zechern ungebührliche Aufschläge nahm. Darob zur Rede gestellt, berief sie sich auf den Teufel, der sie holen möge, wenn die Vorwürfe berechtigt wären.

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Das Dorf Eichmedien, das bereits einige Jahre bestand, als es von Ulrich von Jungingen, Komtur von Balga, 1402 die Handfeste erneuert bekam, war Handlungsort einer Sage aus dem 15. Jh. Damals lebte im Dorf eine geizige Krügersfrau, die die Gäste betrog, indem sie das Bier verdünnte und bei trunkenen Zechern ungebührliche Aufschläge nahm. Darob zur Rede gestellt, berief sie sich auf den Teufel, der sie holen möge, wenn die Vorwürfe berechtigt wären.

Das tat der Teufel prompt, verwandelte die Krügerin in einen schwarzen Rappen und ritt davon. In Schwarzstein brauchte das Pferd neue Eisen und der Teufel holte deshalb nachts den Schmied aus dem Bett. Als der beim Beschlagen des zweiten Eisens war, hörte er den Rappen flüstern: „Sachte, sachte, Gevatter, ich bin die Krügersche aus Eichmedien!“ Vor Schreck ging dem Schmied die Arbeit nicht mehr von der Hand. Der Morgen graute und der Teufel musste entfliehen - nicht aber, ohne dem erlösten Schankweib gehörig das Gesicht zu zerkratzen.

Die beiden fertigen Hufeisen wurden vom Dorfgeistlichen in der Kirche aufgehängt. Das eine sollen die Tataren 1656 geraubt haben, das andere machte man Friedrich I. in Preußen anlässlich der Thronfeierlichkeiten 1701 zum Geschenk.

Übrigens grenzt der Ort Czerniki - Schwarzstein unmittelbar an die Wolfsschanze, Hitlers Hauptquartier im 2. Weltkrieg. Vielleicht war es das Schicksal von Schwarzstein, dem Teufel immer besonders nahe zu sein

 
 
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