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Evangelische Kirche, Nikolauskapelle

Die einst evangelische Kirche wurde nach Plänen, die von Schinkel beeinflusst waren, im neogriechischen Stil mit Tonnengewölbe und Kassettendecke gebaut und 1833 eingeweiht. König Friedrich Wilhelm III. leistete einen erheblichen Beitrag zu den Baukosten.

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Die einst evangelische Kirche wurde nach Plänen, die von Schinkel beeinflusst waren, im neogriechischen Stil mit Tonnengewölbe und Kassettendecke gebaut und 1833 eingeweiht. König Friedrich Wilhelm III. leistete einen erheblichen Beitrag zu den Baukosten.

Der Turm der Kirche hat dabei seine eigene Geschichte. Zunächst musste darum gekämpft werden, überhaupt einen Turm bauen zu dürfen. Als man die Genehmigung endlich erlangt hatte und der Turm in die Höhe wuchs, stürzte der Rohbau wegen eines Berliner Konstruktionsfehlers ein. Er wurde nun um zwei Stockwerke niedriger zu Ende geführt und sieht deshalb so gedrungen aus. Als der König die Kirche besichtigte, gefiel sie ihm wohl nicht sonderlich, die Gemeindemitglieder aber liebten sie trotzdem.

Das evang. Pfarrhaus war 1837 fertig gestellt und das Gemeindehaus daneben wurde1930 angefügt.

Nach dem Krieg benutzte man die Kirche bis in die 1960er Jahre als Gaststätte. Während einer Sylvesterfeier 1968 entstand ein Feuer und die Kirche brannte aus. Nachdem man sie wieder instand gesetzt hatte, wurde in ihr die Stadtbibliothek eingerichtet.

Südlich der Altstadt nahe der Straßengabelung nach Olsztyn - Allenstein und Jesoriany - Seeburg, vor dem „Heydentor“, ließ 1741 Bischof Laszewski eine Backsteinkapelle mit geschweiften Giebeln errichten, nachdem der Vorgängerbau, der nach der Zerstörung 1660 durch die Schweden von Ratmann Jeschke betrieben wurde, baufällig geworden war.

Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Kapelle auf dem Friedhof für Verbrecher, wo in Zeiten von Epidemien auch Massengräber für die von der Pest dahingerafften Einwohner angelegt wurden. Das Gotteshaus an dieser Stelle war dem hl. Nikolaus geweiht, dem Schutzheiligen der Schiffer und Fischer aus Myra in Kleinasien, für den im Dom einst auch ein Altar geweiht war. Jetzt dient sie der orthodoxen Glaubensgemeinde.

Von der alten Ausstattung aus dem 17. und 18. Jh. sind noch einige Altargerüste - ohne die Bilder - erhalten.

 
 
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